Ein rarer 3er BMW aus der Vorkriegszeit

BMW feiert 2015 das 40-jährige Jubiläum des 3er BMW, der das moderne Image der Marke entscheidend geprägt hat.

Der BMW 02 wird zwar auch gern in den Stammbaum einbezogen, doch war der 3er oberhalb des kernigen Vorgängers angesiedelt. Mit mehr Fahrkomfort, hochwertigerem Interieur und 6-Zylinder-Laufkultur kam der 3er deutlich gediegener daher.

Damit stellen die 3er BMWs der Vorkriegszeit frühe Verkörperungen des ab Mitte der 1970er Jahre wiedererwachenden Qualitätsanspruchs von BMW dar. Intuitiv denkt man an hochkarätige Typen wie 327 und 328, deren Konzepte bis in die Nachkriegszeit nachwirkten (Bristol, EMW).

Doch schon die kompakteren BMW 315 und 319 trugen Gene, die den späteren Ruf der Marke prägten. Denn sie verfügten bereits über kultivierte 6-Zylinder-Motoren, die für viele Enthusiasten bis heute einen Großteil der Faszination von BMW ausmachen.

Ein rassiger Vertreter dieser Klasse war der Roadster 319/1, von dem 1935-36 nur 178 Exemplare gebaut wurden. Mit 3-fach-Vergaser leistete sein 1,9 Liter-Sechszylinder standfeste 55 PS.

Das klingt nach nicht viel, doch dank niedrigen Gewichts (unter 800 kg) und geringer Stirnfläche war eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 140km/h möglich. Das reichte seinerzeit, um den meisten größeren Fahrzeugen das Heck zu zeigen.

Man glaubt kaum, dass eines dieser raren Modelle überlebt hat. Doch soll es tatsächlich noch einige Dutzend geben. Ein wunderschönes Exemplar war im Jahr 2014 bei den Classic Days auf Schloss Dyck zu bewundern.

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© BMW 319/1 Roadster Classic Days 2014; Bildrechte: Michael Schlenger

Angesichts weit größerer und stärkerer Fahrzeuge werden viele Besucher den kleinen Roadster von BMW allenfalls am Rande registriert haben. Echte Exklusivität und Publikumsgeschmack gehen nun einmal nicht zusammen.

Stromlinie & Heckantrieb: Briggs-Prototyp von 1933

Seit den 1920er Jahren lag das Konzept des Heckmotorautos mit Stromlinienkarosserie in der Luft. Entwürfe gab es etliche, doch der Weg zur Serienproduktion war lang. Vom 1928 in England vorgestellten Burney Streamline wurden nur wenige Exemplare gefertigt. Und der 1931 von GM-Gestalter John Tjaarda in den USA entworfene Wagen nahm zwar den späteren Tatra 77/87 formal vorweg, existierte aber nur in Zeichnungen.

John Tjaardas Ideen sollten aber bald auch praktische Ergebnisse zeitigen. 1932 wechselte er zum Karosseriebauer Briggs in Detroit, der von den US-Großserienherstellern als Partner geschätzt wurde. Dort entwickelte Tjaarda seinen ersten Entwurf weiter, sodass dieser patentiert werden konnte. Hier eine Abbildung aus der Patentanmeldung von Januar 1933.

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© Bildquelle: http://theoldmotor.com; Urheberrecht: John Tjaarda

Der Entwurf weist weiterhin Ähnlichkeiten mit dem späteren Tatra-Modell auf, vor allem in der Seitenansicht. Jedoch ist nun vor allem die Front plastischer durchgeformt.

Als Ford bei Briggs einen Karosserientwurf für die Konzernmarke Lincoln in Auftrag gab, wurde obige Zeichnung als Grundlage für einen Prototypen mit luftgekühltem Ford-V8-Heckmotor verwendet, der 1933 als „Briggs Dream Car“ vorgestellt wurde. Hier eine Aufnahme des Wagens (Ausschnitt des Originalfotos):

Briggs_Prototyp_1933© Pressefoto Briggs Prototyp 1933; Bildquelle: Sammlung Michael Schlenger

Auf dieser Basis entwickelte Briggs den bestellten Lincoln-Prototypen. Dieser musste zwar auf Wunsch von Ford auf Frontmotor umgerüstet werden, was Abweichungen von Tjaardas ursprünglichen Entwürfen erforderte.

Teile des selbsttragenden Karosseriegerüsts und die Proportion der Fahrgastzelle wurden aber beim ab 1936 gebauten Lincoln Zephyr beibehalten. Selbst Details wie der Übergang der Scheinwerfer zu den Kotflügeln tragen hier noch Tjaardas Handschrift.

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© Pressefoto Lincoln Zephyr, 1936; Bildquelle: Sammlung Michael Schlenger

Übrigens sollte die bei Ford noch stärker herausgearbeitete spitz zulaufende Kühlerfront selbst wieder stilprägend werden. Viele Autos der späten 1930er Jahre übernahmen dieses markante Detail, sogar der brave Fiat 1100, der ab 1939 bis in die späten 1940er Jahre in der unten abgebildeten Form gebaut wurde.

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© Originalfoto Fiat 1100 in Rom (Stazione Termini) 1957; Sammlung Michael Schlenger

Ein Vorläufer des Tatra 77/87 aus den USA (1931)

Der tschechischen Firma Tatra kommt das Verdienst zu, als erste Serienfahrzeuge mit Stromlinienkarosserie und Heckmotor gebaut zu haben (Tatra 77 ab 1934). Doch wurde schon Ende der 1920er Jahre mit dem Burney Streamline in England ein erster Versuch unternommen, das Konzept serientauglich zu machen.

Nur wenigen Spezialisten dürfte bekannt sein, dass es neben dem gescheiterten Burney in den USA einen Entwurf von John Tjaarda gab, der den Erfolgsmodellen von Tatra vorausging und diesen zumindest formal sehr nahekam.

Der aus den Niederlanden eingewanderte Tjaarda arbeitete nach Anstellungen bei diversen US-Karosseriebauern ab 1930 im Designbüro von General Motors (GM). Dort entwarf er einen Stromlinienwagen mit V8-Motor im Heck, dem der später von Tatra realisierte Wagen verblüffend ähnelte.

GM hat das von Tjaarda vorgeschlagene Fahrzeug zwar nicht in die engere Wahl gezogen, es gab nicht einmal einen Prototyp. Doch existieren Abbildungen, die den visionären Entwurf von Tjaarda zeigen. Hier eine Darstellung des Wagens aus der Zeitschrift „Modern Mechanics and Inventions“, Ausgabe Juli 1931:

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© Bildquelle: http://blog.modernmechanix.com; Urheberrecht: „Modern Mechanics and Inventions“

Die Proportionen, Frontpartie, Seitenlinie und Rückenfinne finden sich in sehr ähnlicher Form beim drei Jahre später vorgestellten Tatra 77 wieder. Nur die hinteren Radkästen unterscheiden sich deutlich.

Wer nun im Tatra 77 bzw. 87 ein Plagiat vermutet, liegt ebenso schief wie die Verfechter der These, das Entwicklungsbüro Porsche habe bei der Entwicklung des Volkswagens lediglich bei Tatra oder Josef Ganz abgekupfert.

Vielmehr lag das von Tatra und Volkswagen serientauglich gemachte Konzept in den 1930er Jahren schlichtweg in der Luft. Wie bei vielen Erfindungen befruchteten sich die Entwickler wechselseitig oder kamen unabhängig zu ähnlichen Ergebnissen.

Die Stromlinienentwürfe von Tjaarda senior sollten auch in den USA noch Folgen haben. Übrigens war John Tjaarda der Vater des Autodesigners Tom Tjaarda, der so unterschiedliche Fahrzeuge wie den DeTomaso Panthera und den ersten Ford Fiesta zeichnete.

Archivaufnahmen vom Grand Prix in Livorno 1937

Von den meisten Rennen der Grand Prix-Saison 1937 sind hochwertige Filmaufnahmen erhalten. Dies gilt für die Rennen in Tripolis, auf der Berliner AVUS, am Nürburgring und in Donington Park in England. Zum letzten Mal kamen damals die über 500 PS starken Rennwagen der 750kg-Formel zum Einsatz.

Die Kämpfe zwischen Mercedes-Benz, Auto Union und Alfa Romeo und zugleich zwischen den deutschen, englischen und italienischen Fahrern sorgten beim Publikum für ungeheure Begeisterung. Zu den spannenden Rennen der 1937er Saison gehörte der Gran Premio d’Italia, der auf dem Stadtkurs im toskanischen Livorno abgehalten wurde.

Leider gibt es vom Grand Prix in Livorno 1937 nur wenige Filmszenen – in mäßiger Qualität. Doch selbst diese vermitteln einen Eindruck vom Tempo, das auf dem Stadtkurs (7,2 km) erreicht wurde. Sehenswert sind die folgenden Sequenzen auch wegen der Schwenks ins Publikum.

© Videoquelle: YouTube; Urheberrecht: L’Istituto Luce

Zum Start gemeldet waren fünf Mercedes-Benz W125 mit 8-Zylinder-Reihenmotor, vier Auto Union Typ C mit 16-V-Maschine und fünf Alfa-Romeo 12-Zylinder der Scuderia Ferrari. Alfa selbst trat nur mit einem Fahrzeug an.

Das Training hatte für die italienischen Fahrer Tazio Nuvolari (Alfa-Romeo) und Achille Varzi (Auto-Union) vielversprechend begonnen. Am Ende belegten jedoch die deutschen Fahrer Caracciola, Lang und Rosemeyer auf Mercedes-Benz und Auto Union die ersten drei Plätze.

Hier ein Originalfoto von Bernd Rosemeyer im Auto Union Typ C auf dem Stadtkurs von Livorno beim GP 1937.

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© Bernd Rosemeyer, Livorno 1937; Sammlung Michael Schlenger

1937 sollte die letzte Rennsaison von Bernd Rosemeyer sein – im Januar 1938 kam er beim Rekordversuch auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt ums Leben.

Tatra 77: Wegbereiter der Stromlinie im Serienbau

Anfang der 1930er Jahre lag die Senkung des Luftwiderstands durch Stromlinienkarosserien im Automobilbau in der Luft.

Einen wenig bekannten Versuch hatte bereits 1928 die britische Firma Streamlined Cars Ltd. mit dem Burney Streamline unternommen. Mit aerodynamischer Form und Heckmotor nahm er das später von Tatra und Volkswagen umgesetzte Konzept vorweg. Es kam allerdings zu keiner Serienfertigung. Ähnliches gilt für den Entwurf von John Tjaarda von 1931.

Erst der tschechischen Firma Tatra gelang ab 1934 der Bau eines Stromlinienwagens in größerer Stückzahl. Dabei griff Tatra auf die Patente von Paul Jarays Stromlinien-Karosserie-Gesellschaft zurück.

Neben der markanten Form war der Antrieb durch einen luftgekühlten 8-Zylinder-Motor im Heck charakteristisch für das Modell von Tatra, wenngleich das Konzept nicht neu war.

Die als Tatra 87 bekannte Ausführung wurde bis 1950 mehr als 3.000mal gebaut, etliche Exemplare existieren noch. Der folgende Film präsentiert das Fahrzeug eines niederländischen Sammlers, wobei „Die Moldau“ des tschechischen Komponisten Smetana als passende Untermalung dient.

© Videoquelle: YouTube; Urheberrecht: Peter van de Waard

Weit seltener zu sehen bekommt man dagegen die von 1934 bis 1938 nur rund 250mal gebaute Vorgängerversion Tatra 77. Diese ursprüngliche Ausführung verfügte noch nicht über eine selbsttragende Karosserie, wog erheblich mehr und war schwieriger zu fahren als das spätere Erfolgsmodell.

Formal wies der Tatra 77 einige Besonderheiten auf, etwa bei der Gestaltung der Frontpartie. Die längere Karosserie lässt den Wagen noch eindrucksvoller erscheinen. Mit seiner fließenden Form löste der Tatra größere Begeisterung aus als der zeitgleich vorgestellte, doch plumpere Chrysler Airflow.

Ein rarer unrestaurierter Tatra 77 war 2015 in der Düsseldorfer Classic Remise zu bestaunen. Die folgende Fotostrecke erlaubt einen Rundgang um das Fahrzeug, das hoffentlich eines Tages wieder in seiner vollen Pracht zu bewundern sein wird.

Tatra 77 Restaurierungsobjekt; Bildrechte: Michael Schlenger

Ein Konkurrent für Tatra 77 und 87 hätte übrigens der 1935 vorgestellte Skoda 935 werden können. Doch trotz überzeugender Konstruktion kam er über das Prototypenstadium nicht hinaus.

Louwman Museum: Mobile Raritäten (Vorkrieg)

Wenn es um hochkarätige Raritäten aus der Automobilgeschichte – speziell der Vorkriegszeit – geht, dürfte kaum eine Sammlung in Deutschland das Niveau des Louwman Museum im niederländischen Den Haag erreichen.

Die Familie Louwman sammelt bereits seit den 1930er Jahren historische Automobile von Rang und konnte sich so zahlreiche einzigartige Vertreter der automobilen Frühzeit sichern. Von den insgesamt 250 Exponaten stammen alleine über 100 aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ein Beispiel für die Qualität der gezeigten Wagen aus dieser Zeit ist ein Spyker 60HP von 1903, der als erstes Automobil über einen Sechszylinder-Motor, Allradantrieb und Bremsen an allen vier Rädern verfügte.

Nicht weniger bedeutend ist ein herrlicher Woods Dual Power von 1917, der 80 Jahre vor dem Toyota Prius bereits mit Hybridantrieb fuhr. Apropos Toyota: Ein weiteres einzigartiges Fahrzeug aus dem Louwman Museum ist der letzte noch existierende Toyota AA, der das erste Modell der japanischen Firma war.

Interessant an diesem Wagen ist nicht nur die Geschichte seiner Wiederentdeckung, sondern auch die Tatsache, dass Toyota damit 1936 die Linien des Chrysler Airflow aufnahm. Hier eine Original-Reklame von 1934:

Chrysler_Airflow_Original-Reklame_1934

© Chrysler Airflow-Originalreklame von 1934; Sammlung Michael Schlenger

Es ist nur konsequent, dass es im Louwman Museum auch ein Exemplar des wirtschaftlich erfolglosen, doch stilistisch einflussreichen Chrysler zu sehen gibt. Übrigens eine der seltenen Gelegenheiten, dieses Fahrzeug in Europa in Augenschein zu nehmen…

Bilder vom Oldtimertag Bad Nauheim 2015

Dieses Jahr nimmt der Spätsommer einen langen Abschied – ideale Bedingungen für die Klassikerfahrer in der Region. An solchen Tagen sieht man, was für automobile Schätze in der Wetterau irgendwo verborgen sein müssen.

Leider gibt es nur wenige Treffen vor unserer Tür, wo man historische Fahrzeuge in ansprechendem Ambiente zu Gesicht bekommt. Zu den schönsten Veranstaltungen dieser Art gehört der jährliche Oldtimertag im Bad Nauheimer Sprudelhof.

Bei der Benefizveranstaltung des örtlichen Lions-Clubs finden sich Enthusiasten aus allen Himmelsrichtungen ein, um ihre Lieblinge aus Vor-und Nachkriegszeit in den Wandelgängen der Jugendstil-Anlage zu präsentieren.

Riley_Roadster_Bad_Nauheim_2015© Riley-Roadster, Bad Nauheim 2015; Bildrechte: Michael Schlenger

Besonders reizvoll für das Publikum ist dabei die Möglichkeit, gegen eine Spende als Beifahrer in einem Oldtimer der eigenen Wahl eine Runde durch Bad Nauheim zu drehen.

Opel-Rekord_Bad_Nauheim_2015© Opel Rekord, Bad Nauheim 2015; Bildrechte: Michael Schlenger

Auch 2015 gab sich die Klassikerszene aus Wetterau und Umgebung bei Kaiserwetter wieder ein Stelldichein in der einst mondänen Kurstadt. Eine schöne Bilderstrecke des Hobby-Fotografen Peter Emling zeugt davon.

Prescott Hill Climb – Bergrennen einst und jetzt

In England ist die Tradition des Bergrennens stets lebendig geblieben. Zwar gibt es in Deutschland ebenfalls Prüfungen auf anspruchsvollen Bergstrecken, wo einzelne Fahrer durchaus rasant unterwegs sind, ein Beispiel ist das Ransel-Classics-Bergrennen im Rheingau. Doch hierzulande wird bei solchen Aktionen offiziell meist das „gleichmäßige“ Fahren gegenüber dem „Rasen“ betont – merkwürdig bei einer Nation, die einen Gutteil ihres Stolzes aus der Produktion von Sportwagen bezieht.

Ganz anders bis heute die britische Philosophie. Wenn ein Bergrennen ansteht, wird das mit vollem Einsatz angegangen. Interessant ist dennoch der Vergleich heutiger „Hill Climbs“ in England mit historischen Filmdokumenten.

Hauptunterschied: Selbst auf einer bloß 1km langen Strecke wie beim Prescott Hill Climb wird heute mit Integralhelm gefahren. Dabei gibt es weder konkurrierende Fahrer noch Gegenverkehr…

Es mag Vorschriften geben, die diese Vorkehrungen erfordern. Doch wer sich folgenden Film vom Prescott Hill Climb von 1947 anschaut, stellt fest: Damals sah das Ganze ohne Helm und feuerfesten Anzug deutlich eleganter und unangestrengter aus.

Ob auf Austin Seven, Bugatti oder Riley: Man fuhr mit Schiebermütze, Fliegerhaube und Tweedjackett – nicht gerade gemächlich, aber lässiger.

© Videoquelle: YouTube; Urheberrecht: John Roscoe

Automuseum Melle: Eine Sammlung in Bewegung

Eine der reizvollsten Sammlungen historischer Fahrzeuge hierzulande ist sicherlich das Automuseum in Melle in der Nähe von Osnabrück. Ursprünglich in Ibbenbüren angesiedelt befindet sich die Sammlung heute in einem Fabrikgebäude aus der Gründerzeit in der Nähe des Bahnhofs Melle.

Faktisch sind die über 200 gezeigten Automobile Leihgaben von Enthusiasten aus der Umgebung. Das hat den Charme, dass viele Fahrzeuge auch benutzt werden und so ständig Bewegung in der Ausstellung ist.

Die auf der Museums-Website erwähnte Sonderausstellung zum Thema luftgekühlte Autos ist leider bereits beendet (Stand: 15.11.2015). Dennoch lohnt sich das Museum unbedingt – der Verfasser hatte vor einigen Jahren bei einer Überführungsfahrt aus Norddeutschland die Gelegenheit zu einem Zwischenstopp in Melle genutzt.

Wer meint, mit der Frankfurter Klassikstadt hätte man praktisch dasselbe vor der Tür, wird vor Ort eines Besseren belehrt. In Melle geht es deutlich bodenständiger zu. Hier steht ganz klar die Leidenschaft für’s alte Blech im Vordergrund, alle Mitarbeiter sind Ehrenamtliche.

Das Automuseum Melle ist auch Veranstalter etablierter Rallys wie „Dampf in Melle“ und hat generell ein großes Herz für die Veteranen der Pionierzeit.

StanleySteamer

© Stanley-Dampfwagen; Bildrechte: Michael Schlenger