Opel – Once Upon a Time in Rüsselsheim

Pictures of Opel motorcars and related documents in chronological order

© Original images and advertisements from the Michael Schlenger collection (unless stated otherwise)

Opel_Darracq

Original „Opel Darracq“ newspaper advertisement, c. 1902/03

Opel_Darracq_16_PS_1904-06_Galerie

Opel Darracq 16/18 h.p., built in 1904/05

Opel_45_50_PS_1906

Opel phaeton, built in 1906, prewar picture

Opel_Ak_Breslau_nach_Harmersdorf_Lk_Chemnitz_12-1907_Galerie

Opel 25/40 h.p., built in 1906/07, postcard from December 1907

Opel_Tourer_1907-08_Oma_Käthe_Galerie

Opel double phaeton, c.1907/08

Opel_6-12_PS_Doppel-Phaeton_Ak_von_1910_Ausschnitt

Opel 6/12 h.p. double phaeton, built in 1908/09, photo taken in 1910

Opel_Friedberg_Burg_1910_Galerie

Opel, c. 1908, photo taken in Friedberg (Hesse), on the rear seat Grand Duke Ernst-Ludwig von Hessen, the Russian tsar Nikolaus (Ernst-Ludwig’s brother in law) and his daughter

Opel-Reklame_vor_1914_galerie

Opel advertisement from ca. 1908/09

Opel_24-50_PS_1_Galerie

Opel 24/50 h.p. from c.1910

Opel_Taxi_um_1911_Galerie

Opel 6/16 h.p. taxi, built c.1911

Opel_Doppel-Phaeton_ab 1910_Galerie

Opel double phaeton from 1910/11

Opel_6-16_PS_Tourer_Foto_Gorski_Jauer_Galerie

Opel 6/16 PS, built from 1911 until 1920 (this car c.1913), photo taken in the late 1920s in Jauer (Lower Silesia, today: Poland)

Opel_20_oder24_PS_um_1912_Ak_Oskar_an_Cousine_Paula_01-1916_Galerie

Opel 8/20 or 10/24 h.p. from c.1912, postcard from 1916

opel-spitzkuhler_um_1920_galerie

Opel phaeton, unknown model with pointed radiator, c.1920

Opel_21-55PS-Tourenwagen

Opel 21/50 h.p. phaeton, built from 1921 until 1923

opel_21-50_ps_reutter_landaulet_1927_galerie

Opel 21/50 h.p. landaulet, rebodied by Reutter in 1927

Opel_8-25_PS_1921-22

Opel 8/25 HP phaeton, built from 1921 until 1922

Opel_8-25_PS Tourenwagen_Draufsicht

Opel 8/25 HP phaeton, built from 1921 until 1922

opel_8-25_ps_zweisitzer_langelsheim_1925_galerie

Opel 8/25 h.p. 2-seater, photo taken in 1925 in Lower Saxonia

Opel_4-12_PS_Galerie

Opel 4/12 h.p., two-seater, built in 1924

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Opel 4/12 h.p. phaeton from 1925, photo taken in 1928 near Wilhelmshaven

Opel_4-12_PS_Unfallwagen_Galerie

Opel 4/12 h.p. tourer, built in 1925

Opel_4-14_PS_1925-26

Opel 4/16 HP 2-seater cabriolet, built from 1926 until 1927

Opel_4-16_PS_1926-Sept_27_Sommer_1928_Galerie

Opel 4/16 h.p. phaeton, built from 1926 until 1927, photo taken in 1928

opel_4-16_ps_1926-27_konigsbrunn_galerie

Opel 4/16 HP phaeton, built from 1926-27

opel_4-20_ps_2-sitzer_und_tourenwagen_galerie

Opel 4/20 HP, 2-seater and phaeton (built from 1928 until 1931)

Opel_4-20_PS_1929-30_Galerie

Opel 4/20 h.p. sedan, built from 1928 until 1931

Opel_4-20_PS_1929_Foto_1934_Dierks_Galerie

Opel 4/20 h.p. 2-seater, built starting in 1929

Opel_4-20_PS_um_1930_Ak_Baden-Baden_Galerie

Opel 4/20 h.p. tourer, built in 1930/31, photo taken in Baden-Baden

Opel_4-20_PS_Freudenstadt_09-1935_Galerie

Opel 4/20 h.p. phaeton, built from 1928 until 1931, photo taken in 1935 in Freudenstadt (Black Forest, Southern Germany)

Opel_10-45_oder_50_PS_1925-27_2_Galerie

Opel Model 80 (10/40 h.p.), built from 1925 until 1929

Opel_12-50_oder 15-60_PS_früh_Galerie

Opel Model 90 (12/50 h.p.) or Model 100 (15/60 h.p.), early version from 1927

Opel_12-50_oder 15-60_PS_Pullman_Galerie

Opel Model 90 (12/50 h.p.) or Model 100 (15/60 h.p.), built in 1927/28

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Opel 12/50 h.p. (Model 90) or 15/60 h.p. (Model 100) with phaeton body, built in 1927/28

Opel_12-50_PS_oder_größer_Limousine_1927-29_Galerie

Opel Model 90 (12/50 h.p.) or Model 100 (15/65 h.p.), built in 1928/29

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Opel 24/110 HP „Regent“ built in 1929, official press photo

Aktuelle Beiträge

Mut zur Lücke – ein Phänomen Typ 14/35 PS

Mut zur Lücke – das gilt für jeden, der sich mit Vorkriegsautomobilen beschäftigt, speziell mit frühen deutschen Exemplaren aus der Zeit bis etwa 1920.

Angesichts der Lückenhaftigkeit und Vorläufigkeit aller Erkenntnis kann man zweierlei Schlüsse ziehen – entweder man schiebt das, was man mitzuteilen hat, bis zum Sankt-Nimmerleinstag auf, oder man lässt vom Stapel, was man aus den bislang vorliegenden Informationen zusammenzimmern konnte.

Ob sich das Konstrukt als einigermaßen tragfähig erweist, wird sich im Lauf der Zeit schon zeigen – Hauptsache, man kommt erst einmal heraus aus der Werft und verliert sich nicht im Nachzählen der Nieten im Rumpf oder in der Wanddekoration der Kapitänskajüte.

Man muss nämlich auch einmal mit dem arbeiten können, was man aktuell hat, um vorwärtszukommen – wie diese Herrschaften, die 1937 auf „Nordlandreise“ gingen:

vermutlich Adler-Cabriolet; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Was nun den Stand der zeitgenössischen Literatur zu deutschen Vorkriegswagen angeht, scheint nach einer Phase der Produktivität in den 1970/80er Jahren der diesbezügliche Elan erlahmt zu sein.

Das liegt bestimmt nicht an mangelnden Informationen und Dokumenten wie Prospekten, Reklamen, Zeitschriftenartikeln oder Fotografien. Ausnahmen wie Michael Schick („Steiger“-Wagen) oder Werner Schollenberger („Röhr“-Automobile“) haben gezeigt, was möglich ist, wenn man den Willen und die Disziplin besitzt, auch einmal fertigzuwerden.

„Aber so ein Buch zu einer Nischenmarke lohnt sich doch nicht“, hört man immer wieder. Als ob es auf den finanziellen Ertrag ankäme! Einigermaßen kostendeckend zu produzieren, ist übrigens mit Digitaldruck im Eigenverlag durchaus möglich, aber nicht entscheidend.

Der Vater einer verblichenen Liebe pflegte zu sagen: „Ein Hobby, das nichts kostet, taugt nichts“. So verhält es sich. Denn die Beschäftigung mit dem alten Blech ist ein bloßes Hobby, keine Wissenschaft und keine Kunst, auch wenn das mancher gern anders sehen würde. Man muss schon selbst etwas darin investieren, wenn es noch etwas werden soll.

Es ist kulturgeschichtlich wie intellektuell vollkommen unerheblich, die letzten Winkel der deutschen Automobilgeschichte zu beleuchten – in ein, zwei Generationen interessiert das wahrscheinlich niemanden mehr, wenn der Abbruch unserer Kultur so weitergeht.

Aber noch gibt es einen Haufen Zeitgenossen, die Feuer und Flamme für die alten Kisten sind – und wer ihnen etwas zu bieten hat, soll das verdammt nochmal nicht für sich behalten.

Ich selbst habe als privater Blogger und Besitzer einiger wenig prestigeträchtiger Fahrzeuge zwar inhaltlich meist wenig beizutragen, aber die Fotos und Dokumente meiner Sammlung (und aus der befreundeter Enthusiasten) kann ich herzeigen und damit vielen Gleichgesinnten signalisieren: Die Welt von gestern lebt, solange wir Freude daran haben.

Genug der Vorrede – denn heute präsentiere ich ein Beispiel dafür, dass selbst ein vermeintlich ordinäres Foto aus der Zeit des 1. Weltkriegs eine Neuigkeit bergen kann:

Phänomen 14/35 PS Tourenwagen; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

„Gut“, mag jetzt einer sagen, „einer von vielen Tourern, die von Phänomen aus Zittau an das deutsche Heer geliefert wurden – meist mit Motorisierung 10/28 bzw. 10/30 PS“.

Tatsächlich habe ich schon einige solcher Exemplare hier im Blog präsentiert und in meine allmählich wachsende Phänomen-Galerie eingereiht.

Auch ist die Ansprache dieses Wagens denkbar einfach, denn auf diesem über 100 Jahre alten Foto (aus Sammlung Klaas Dierks) kann man selbst in der eingescannten und datenreduzierten Version den Markennamen auf dem Kühler lesen.

Der Kühler selbst ist von der Form her zwar markant, aber nicht einzigartig. Praktisch dieselbe Birnen- oder Ei-Form mit mittigem Abwärtsschwung der Kühlereinfassung findet sich damals bei NSU-Wagen. Umso besser, dass der Schriftzug lesbar ist:

„Moment einmal“, wird jetzt der Phänomen-Kenner einwenden. „Da steht ja 14/35 PS rechts neben dem Markenemblem, von dieser Motorisierung ist doch gar nichts überliefert.“

So scheint es, zumindest wenn man die Klassiker von Heinrich v. Fersen bzw. Halwart Schrader zu deutschen Autos der Zeit von 1885 bis 1920 oder auch „Pioniere des Automobils an der Neiße“ (Zittauer Geschichsblätter) zugrundelegt.

Dort findet man die bereits erwähnten Typen 10/28 bzw. 10/30 PS, außerdem wird ein großes 16/45 PS-Modell für die Zeit vor dem 1. Weltkrieg genannt. Dazwischen tut sich freilich eine unübersehbare Lücke auf, die andere Hersteller wie Adler und Opel füllten.

Genau das scheint auch Phänomen aus Zittau getan haben, bloß findet man in der Literatur nichts dazu – jedenfalls nicht nach meinem Kenntnisstand. Wer es besser weiß, möge das unter Quellenangabe über die Kommentarfunktion kundtun. Ich lerne stets gern dazu, denn auch für diese meine Hobby-Website gilt: Mut zur Lücke…

© Michael Schlenger, 2021. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

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