Kurze Pause, dann geht’s weiter: Gräf&Stift SR3

Das Jahr jagt seinem Ende entgegen – die letzten Tage waren von intensiver Arbeit geprägt. Viel Zeit kostete meine Italien-Trilogie, aber das war zugleich ein Vergnügen. Anstrengender waren einige Umbauarbeiten am Blog.

So kann dieser nun vom Leser in der Sprache seiner Wahl gelesen werden – das klappt insgesamt ganz gut, nur die automatische Übersetzung einiger Markennamen stört. Ob sich das noch abstellen lässt, wird sich im Neuen Jahr zeigen.

Aufwendiger als gedacht war die Integration einer neuen Funktion, mittels derer Leser selbst Fotos hochladen und eigene Beiträge erstellen können, die natürlich erst noch von mir freigegeben werden müssen.

Dies Möglichkeit findet sich in der Seitenleiste recht weit oben.

Wer künftig also ein Foto aus dem eigenen Fundus (solche aus unklarer Quelle akzeptiere ich nicht) zur Diskussion stellen möchte oder ohne Bezug zu einem bereits existierenden Blog-Eintrag einen Aspekt im Zusammenhang mit Vorkriegsautos beleuchten will, kann das jetzt direkt tun, ohne den Umweg über meine Mail-Adresse.

Bis das Ganze funktionierte, war es schon wieder morgens drei Uhr und ohne die unermüdliche Hilfe einer KI (ich bevorzuge „Grok“), hätte ich wohl aufgegeben, da der Teufel im Detail liegt und teilweise Programmzeilen direkt anzupassen waren.

Nach dieser Aktivität sollte ich mir eine Pause gönnen und das tue ich heute. Also fasse ich mich kurz und lade Sie spontan zu einem Ausflug an den Turracher See in Österreich ein.

Er liegt auf 1780 Meter Höhe an der Paßstraße der Turracher Höhe und ist um diese Jahreszeit tief zugefroren. Das will ich Ihnen aber nicht zumuten, also aktivieren wir unsere Zeitmaschine und begeben uns anhand eines historischen Fotos im Sommer dorthin:

Gräf & Stift SR3 am Turrachersee; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Malerisch, nicht wahr? Dabei wird die eher schroffe Landschaft durch die Anwesenheit eines Luxusautomobils geadelt, das ich zuletzt hier vorgestellt hatte.

Genau zwei Monate ist das her und eigentlich spricht die Wahrscheinlichkeit dagegen, dass ich schon wieder ein Auto dieser Kategorie vorstellen kann. Doch tatsächlich handelt es sich erneut um das 1924 eingeführte Spitzenmodell des österreichischen Herstellers Gräf & Stift.

Dieser Typ trug die lapidare Bezeichnung SR3, er brauchte auch keine prahlerische Titulierung – die schieren Dimensionen des Wagens sprachen für sich. Kenner wussten, dass unter der enorm langen Motorhaube ein 7,8 Liter großer Sechszylinder ruhig, aber sehr bestimmt sein Werk verrichtete.

Die österreichischen Hersteller waren damals besonders auf die Produktion leistungsfähiger Reisewagen spezialisiert, die an Steigungen nicht so gequält werden mussten wie andere.

So traut man diesem Exemplar ohne weiteres zu, die sechs auf dem Foto zu sehenden Personen nebst Hund und Fotografen auf die Turracher Höhe zu transportieren:

Gräf & Stift SR3 am Turrachersee; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Genießen Sie den Anblick ruhig ein wenig – das werden Sie live und in Farbe nicht mehr zu sehen bekommen.

Doch muss ich an das Motto des heutigen Blog-Eintrags erinnern: Nur eine kurze Pause, dann geht’s weiter! Denn zu lange Untätigkeit bekommt weder Mensch noch Maschine.

So habe ich mich dieser Tage auch ein wenig der Frage gewidmet, wie es mit meinem Blog weiter vorangehen soll. Einige Ideen habe ich dabei entwickelt, darunter die, das eine oder andere geeignete Foto zu „beleben“.

Die entsprechenden technischen Möglichkeiten sind dank der rasanten Fortschritte bei der KI – hierzulande wie die ganze IT leider unterentwickelt – inzwischen auch für den Amateur verfügbar und das bereits in brauchbaren Basiversionen.

Natürlich kann man damit auch jede Menge Müll produzieren, aber das ging ja bisher schon mit anderen Medien, man musste dazu nur in die Bahnhofsbuchhandlung gehen oder ein subventioniertes Regietheater in der Provinz besuchen.

Jetzt schauen wir mal, zu welcher „Performance“ die KI unseren Gräf & Stift SR3 und seine Passagiere animiert:

Gräf & Stift SR3 am Turracher See (Österreich); Animation: Michael Schlenger

Schon ganz nett für einen ersten Versuch, meine ich, auch wenn es da noch einiges zu kritisieren gäbe. Aber wo gibt es das nicht auch im wirklichen Leben?

Wir wollen schauen, was sich in der Hinsicht im Neuen Jahr im Blog anstellen lässt. Vorher kommt freilich noch der Fund des Jahres – diesmal wirklich kurz und schmerzlos…

Copyright: Michael Schlenger, 2025. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

5 Gedanken zu „Kurze Pause, dann geht’s weiter: Gräf&Stift SR3

  1. Noch zu Ihrer Frage – nein, es gibt nur eine Variante des Beitrags mit der Bildanimation. Mag sein, dass Ihr Smartofon den Dateityp nicht mag.

  2. Lieber Herr Börner, die guten Wünsche erwidere ich gerne!
    Was echt und ist was nicht, was wahr und was falsch, darüber streiten die Philosophen seit 2500 Jahren. Was letztlich zählt, ist Relevanz für den Menschen – ob das die Hollywood-Traumwelt, ein abstraktes Gemälde oder eine KI-Animation ist – alles, was wir über die Natur hinaus erschaffen, wird Teil unserer Lebenswirklichkeit und wir müssen sehen, wie wir damit zurechtkommen. Die Damen als Meisterinnen der Selbstinszenierung haben damit übrigens weniger ein Problem 🙂
    Beste Grüße
    Michael Schlenger

  3. Hallo Herr Schlenger,
    gibt es von diesem Gräf&Stift-Blogartikel zwei Versionen?
    Auf dem PC finde ich die aktivierbare KI-Version des Fotos, auf dem Smartphone existiert diese nicht.
    Ich bin fasziniert davon, wie „lebensecht“ das kurze Video erscheint. Da kommt man zunehmend ins Grübeln, was heutzutage Fake ist und was echt. Fazit: Ich glaube ab sofort (fast) nichts mehr (Zwinki-Emoji).

    Alles Gute für ’26 und bleiben Sie gesund und kreativ wie immer!
    Beste Grüße
    Christian Börner

  4. Sehr geehrter Herr Schlenger,
    danke für den Bericht. Dazu hätte ich eine Ergänzung.
    Die 300.Fahrt des Gräf&Stift auf die Turrach, einen der steilsten Alpenpässe, aus der Allgemeinen Automobil Zeitung lesbar bei der Österreichischen Nationalbibliothek https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aaz&datum=19290201&seite=33&zoom=33.
    Wenn ich mir dem abgefahrenen Vorderreifen auf der Vergrößerung ihres Bildes ansehe könnte es sich um das selbe Auto handeln.
    Die italienische Reise hat doch eine Verbindung mit alten Fahrzeugen weil man diese als Reiseführer gerade mit einem alte Auto und genügend Zeit auf den Nebenstrassen gut nacherleben kann.
    Gute Rutsch ins Neue Jahr
    Thomas Bilicsich

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