Hanomag

Fotos und Reklame von Hanomag-Personenwagen in chronologischer Reihenfolge

© Originaldokumente aus Sammlung Michael Schlenger (soweit nicht anders angegeben), bei Weiterverwendung bitte Quellenangabe

Hanomag-Werbung_1927
Hanomag-Reklame für das 2/10 Modell; Original aus dem Reichsverkehrsführer des ADAC von 1927
Hanomag 2/10 PS offener Zweisitzer, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1925/26)
Hanomag 2/10 PS, offener Zweisitzer, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1925/26)
Hanomag 2/10 PS, offener Zweisitzer, Ausführung von 1925/26
Hanomag 2/10 PS, offener Zweisitzer, Ausführung von 1925/26; Zulassung: München, Aufnahme von 1932
Hanomag 2/10 PS Cabrio, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1925/26), Stoßstange nachgerüstet
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version ab 1925 (frühe Ausführung)
Hanomag 2/10 PS geschlossene Version ab 1925 (frühe Ausführung)
Hanomag 2/10 PS geschlossene Version ab 1925 (frühe Ausführung); Originalfoto bereitgestellt von Bernhard Niederleitner
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version ab 1925 (frühe Ausführung); Aufnahme um 1930
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1927/28)
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version ab 1925 (dieser Wagen: 1927/28); Originalfoto: Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28 (dieser Wagen: 1927/28); Zulassung: Leipzig; aufgenommen 1929 in der Dahlener Heide; Originalfoto von Martin Hothmann (Dessau)
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28 (dieser Wagen: 1927/28); aufgenommen an der Loreley (Mittelrheintal)
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28 (dieser Wagen: 1927/28), Aufnahme von 1929
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28 (dieser Wagen: 1927/28)
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28 (dieser Wagen: 1927/28), Aufnahme um 1930
Hanomag 2/10 PS, geschlossene Version, Bauzeit: 1926-28; Aufnahme von 1935
Hanomag 2/10 PS Cabriolet, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1927/28), Aufnahme von 1928
Hanomag 2/10 PS Cabriolet, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1927/28), aufgenommen an einer SHELL-Tankstelle
Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“, Cabriolet, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1927/28)
Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“, Cabriolet, Bauzeit: 1925-28 (dieser Wagen: 1927/28)
Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Cabriolet, Bauzeit: 1925-28; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 2/10 PS Sport-Zweisitzer, Bauzeit: 1927-28; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 2/10 PS Cabriolet; Zulassung: Sibiu (Hermannstadt), Rumänien
Hanomag 3/16 PS Cabriolet; Reklame ab 1929
Hanomag 3/16 PS, 2-sitziges Cabriolet, Bauzeit: 1929-31
Hanomag 3/16 PS Cabriolet; Reklame ab 1929
Hanomag 3/16 PS Cabriolet, ab 1929
Hanomag 3/16 PS Cabriolet; Reklame ab 1929
Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929
Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929 (mit modifiziertem Markenemblem)
Hanomag 3/16 PS Zweisitzer-Cabriolet (späte Ausführung)
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Baujahr: 1930/31, Zulassungsbezirk: Braunschweig
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Baujahr: 1930/31
Hanomag-Reklame für den Typ 3/16 oder 4/20 PS, aus „Motor & Sport“, 1930
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine; Bauzeit: 1930-31
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31, aufgenommen im Rheintal bei Kaub
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31, aufgenommen im Oktober 1931 am Nürburgring
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Reklame um 1930
Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1929-31
Hanomag Roadster (Hersteller der Karosserie unbekannt), Baujahr: um 1930; Originalfoto: Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 4/20 PS Roadster (Hersteller der Karosserie unbekannt), Baujahr: 1930; Aufnahme aus dem Film „Spiel im Sommerwind“ von 1938; Archivfoto des Niederdeutschen Beobachters, Bildrechte: Terra-Filmkunst GmbH
Hanomag 3/17 PS und 4/23 PS Cabrio-Limousine; Reklame von 1931
Hanomag 3/17 PS oder 4/23 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1931-32
Hanomag 3/17 PS oder 4/23 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1931-32; Originalfoto aus Familienbesitz (Steffen Meder)
Hanomag 3/17 PS und 4/23 PS Limousine; Reklame von 1931
Hanomag 3/17 PS oder 4/23 PS Limousine, wohl Ausführung von 1931
Hanomag 3/17 oder 4/23 PS Limousine, wohl Ausführung von 1931; Nachkriegsaufnahme aus dem Raum Leipzig
Hanomag 4/23 PS, wohl Ausführung von 1931; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 4/23 PS Limousine, wohl späte Ausführung von 1932; Zulassungsbezirk: Mittelfranken
Hanomag 4/23 PS von 1932; Fahrzeug der Reichspost, Oberpostdirektion Stuttgart
Hanomag 3/18 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1932-34
Hanomag 3/18 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1932-34
Hanomag 3/18 PS Limousine, Bauzeit: 1932-34
Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34; Aufnahme von September 1933
Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34; Aufnahme von September 1933
Hanomag 3/18 PS, Bauzeit: 1932-34; Postkarte von Ostern 1936
Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34
Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34; Zulassung: Berlin; aufgenommen im Alpenraum
Hanomag 3/18 PS Limousine, Bauzeit: 1932-34; Originalfoto aus Familienbesitz (Kraus)
Hanomag 4/23 PS oder „Garant“ Limousine, Bauzeit: 1932-34, zugelassen im Raum Düsseldorf
Hanomag 4/23 PS oder „Garant“ Limousine, Bauzeit: 1932-34, zugelassen im Raum Düsseldorf
Hanomag 4/23 PS oder „Garant“ Rolldach-Limousine, Bauzeit: 1932-34
Hanomag 4/23 PS oder „Garant“ Limousine (Ambi-Budd), Bauzeit: 1932-34
Hanomag 4/23 PS (1932-34) oder „Garant“ (1934/35) Limousine (Karosserie: Ambi-Budd), abgebildet: Georg Iffland, Gotha
Hanomag 4/23 PS (1932-34) oder „Garant“ (1934/35) Limousine (Karosserie: Ambi-Budd)
Hanomag 4/23 PS Cabriolet (1932); Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Hanomag „Garant“ Cabriolimousine (Karmann), Baujahr: 1935/36
Hanomag „Garant“ Cabriolimousine, Bauzeit: 1935/36, Aufnahme aus Coburg
Hanomag „Garant“ LImousine, Bauzeit: 1935/36; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Hanomag „Garant“ Cabrio-LImousine ab 1936; aufgenommen vor der „Walhalla“ in Bayern
Hanomag „Garant“ Cabriolimousine (Karmann), Bauzeit: 1936-38; Nachkriegsaufnahme aus Bayern
Hanomag 4/23 PS oder 6/32 PS von 1933/34, aufgenommen in Hannover
Hanomag „Kurier“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36, aufgenommen an Pfingsten 1935
Hanomag „Kurier“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36
Hanomag „Kurier“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36
Hanomag „Kurier“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36
Hanomag „Kurier“, Bauzeit: 1934-36, Nachkriegsaufnahme
Hanomag „Rekord“, frühe Version (1934-36), aufgenommen 1936 im Spessart
Hanomag „Rekord“, frühe Version (1934-36)
Hanomag Rekord 6-Fenster-Limousine, frühe Version (1934-36)
Hanomag „Rekord“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Hanomag „Rekord“ Roadster; Originalfoto von Jim Bendfeldt (USA), dessen Vater hier abgebildet ist
Hanomag „Rekord“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36, Vorkriegsaufnahme mit Wehrmachtssoldat
Hanomag „Rekord“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36, Vorkriegsaufnahme mit Wehrmachtssoldat
Hanomag „Rekord“ Limousine (frühe Version), Bauzeit: 1934-36; aufgenommen im Dezember 1939
Hanomag „Rekord“, späte Version (1937/38), Werksfoto aufgenommen in Hannover
Hanomag „Rekord“ Cabriolet, frühe Version (1934-36); aufgenommen im Juli 1938 vor dem Berliner Olympiastadion

Hanomag „Rekord“ (frühe Version), Bauzeit: 1934-36; Nachkriegsaufnahme aus der britischen Besatzungszone Rheinland
Hanomag „Rekord“ Diesel; Automobiltechnische Zeitschrift, Heft 5, 1937
Hanomag „Sturm“ Limousine, Bauzeit: 1934-39
Hanomag „Sturm“ Limousine, Bauzeit: 1934-39
Hanomag „Sturm“ Limousine, Bauzeit: 1934-39
Hanomag „Sturm“ Limousine; Bauzeit: 1934-39; Originalfoto: Sammlung Klaas Dierks
Hanomag „Sturm“ Limousine; Bauzeit: 1934-39
Hanomag „Sturm“ Limousine; Bauzeit: 1934-39; Aufnahme von 1939
Hanomag „Sturm“ Cabriolet (Karosserie: Ambi-Budd), Bauzeit: 1934-39; Reklame aus Westermanns Monatsheften
Hanomag „Sturm“ Cabriolet (Ambi-Budd), aufgenommen 1935 auf der IAMA (Berlin)
Hanomag „Sturm“ Cabriolet (Ambi-Budd); Nachkriegsaufnahme
Hanomag „Sturm“ Cabriolet, Bauzeit: 1934-39; Originalfoto: Marcus Bengsch
Hanomag „Sturm“ Cabriolet (späte Ausführung), Bauzeit: 1934-39
Bauzeit: 1934-39; aufgenommen im Juni 1938 bei Nauders
Hanomag „Sturm“ Roadster; Originalfoto: Sammlung Peter Steenbuck
Hanomag „Sturm“ Roadster (unbekannter Karosseriebauer); aufgenommen im August 1936
Hanomag „Sturm“ Roadster
Hanomag „Sturm“ Geländesport-Roadster
Hanomag „Sturm“ am Golf von Neapel, zeitgenössisches Werbefoto
Hanomag „Sturm“ 2-türige Limousine; aufgenommen im 2. Weltkrieg
Hanomag „Sturm“ 2-türige Limousine, Bauzeit: 1934-39
Hanomag „Sturm“ Limousine; aufgenommen im 2. Weltkrieg mit deutschem Unteroffizier, vermutlich an der Westfront 1940 (Gruppe Guderian)
Hanomag „Sturm“ Limousine; aufgenommen im 2. Weltkrieg mit einem SdKfZ10
Hanomag „Sturm“ Limousine; aufgenommen im 2. Weltkrieg
Hanomag „Sturm“ Cabriolet von Hebmüller; aufgenommen im 2. Weltkrieg mit deutschen Offizieren (vermutlich Ostfront)
Originalreklame zum Hanomag 1,3 Liter von 1939 aus: Kfz-Handel und -Bewirtschaftung, 17.02.1939
Originalreklame zum Hanomag 1,3 Liter; Publikation unbekannt
Originalreklame zum Hanomag 1,3 Liter; Publikation unbekannt
Originalreklame zum Hanomag 1,3 Liter; via Paul Hickney (USA)
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41; Postkarte (Heidelberg) von Oktober 1939
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41; Originalfoto: Sammlung Klaas Dierks
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41: Zulassung Berlin, Aufnahme aus dem 2. Weltkrieg
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41; Aufnahme mit deutschem Luftwaffensoldat
Hanomag 1,3 Liter; Bauzeit: 1938-41; Fahrzeug der Wehrmacht, Aufnahme aus Belgien oder Frankreich
Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41; Ansichtskarte aus Köln von 1949
Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41; Aufnahme von 1950
Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41; Nachkriegsaufnahme aus Berlin

Neueste Beiträge

Neues von Spiderman: ein früher Fiat-Fan…

Nanu, schon wieder ein gereimter Beitrag ohne Bezug zu einem konkreten Vorkriegsmodell? Ein neuartige „Filosofie“ oder Symptom einer Krise beim Blogwart?

Machen Sie sich um mich keine unnötigen Gedanken, liebe Leser. Die Krise könnte ich zwar täglich kriegen, aber meine selbst zusammengebastelte Philosophie schützt mich davor, die Dinge allzu ernst zu nehmen. Spott ist ein zuverlässiger Blitzableiter.

Also: Die Story mit Spiderman ergab sich wie zumeist spontan und sie gefällt mir selbst so gut, dass ich sie mit Fotos gleich mehrerer Fiat-Fotos illustrieren will. Von daher erspare ich Ihnen im Titel die akribische Nennung der fünf Typen, um die es heute geht.

Übrigens hatte ich bis gestern keine Ahnung von Spiderman. Die Helden der von mir als Jugendlichemr eher nebenher konsumierten Comics waren Michel Vaillant sowie Cäsar und Cleopatra als Nebendarsteller in Asterix & Obelix.

Dunkel erinnere ich mich an Superman, aber das kann täuschen. Nur mit Spiderman kam ich nie in Kontakt, so viel ist gewiss. Sonst hätte ich mich auch nicht erkühnt, ihn mit Vorkriegsautos in Verbindung zu bringen. Denn wie ich erst jetzt lernte, ist er wie ich ein Kind der 1960er Jahre.

Als Blogger darf ich mir jedoch eine gewisse kunsthandwerkliche Freiheit nehmen – das Format ist wohlbedacht gewählt. Ich leiste zwar mit meinen Markengalerien nebenher auch etwas Archivarbeit, aber ansonsten erlaube ich mir hier in erster Linie, was mir gefällt.

Und so lade ich ich Sie heute ein, mich auf den Spuren von Spiderman in der Vorkriegszeit zu begleiten – jedenfalls seinen Autos aus dem Hause Fiat bin ich dort oft begegnet.

Der ideale Ausgangspunkt dafür ist der Tipo Zero, der 1914 in Deutschland beworben wurde – dort findet sich die erste „Spider“-Spur:

Fiat 12/15 PS Zero „Spider“, Reklame aus „Motor“ von 1914; Original: Sammlung Michael Schlenger

Mit dem englischen Lehnwort „Spider“ bezeichneten die Italiener schon in der Kutschenzeit leichtfüßig daherkommende Vehikel mit wenig Karosserie auf großzügigem Chassis.

Der „Tipo Zero“ der Zeit vor dem 1. Weltkrieg illustrierte das Spider-Konzept mit lang erscheinendem Radstand und relativ großen Rädern geradezu ideal. Übrigens wird in Italien „spider“ ausgesprochen wie im Englischen „speeder“.

Fiat hatte solche sportlich anmutenden Modelle mit (meist zwei Sitzen) jahrzehntelang im Programm. Daher findet sich auch beim 1919 eingeführten Typ 501 – dem ersten in Großserie nach US-Vorbild gebauten Fiat – wieder eine Ausführung mit „Spider“-Karosserie:

Fiat 501 „Spider“, ab 1919; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Hier sehen wir nun erstmals auch den Fiat-Fan Spiderman am Volant – bekanntlich ist er außer der Dienstzeit ein Biedermann, dem man keine Heldentaten zutrauen würde. So wissen die Beifahrerin und der Beutepassagier im Notsitz nichts von seiner Identität.

Mit dem Fiat 501 hatte sich unser Spiderman auch eine perfekte Tarnung zugelegt – ein äußerlich unprätentiöses Gefährt, dessen Ruf auf seiner enormen Zuverlässigkeit gründete.

70.000 Exemplare des Typs 501 setzten die Turiner damals ab. Das war der erste Welterfolg der Marke, die zuvor eher für luxuriöse Manufakturwagen geschätzt wurde und sogar eine eigene Fertigung in den USA unterhielt.

Natürlich ging Spiderman mit der Zeit, um ja nicht aufzufallen. So folgte ab Mitte der zweiten Hälfte der 1920er Jahre eine entsprechende Variante auf Basis des modernen Typs 509:

Fiat 509 „Spider“, ab 1925; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Äußerlich war der kleine Fiat auf der Höhe der Zeit – und technisch war er seiner Zeit voraus, jedenfalls in seiner Hubraumklasse.

Die Turiner verpassten dem 509 nämlich einen Motor mit weniger als 1 Liter Hubraum, der dank obenliegender Nockenwelle sehr drehfreudig war. Deutlich über 20 PS leistete die zugleich enorm robuste Maschine, die auch als Basis für Sportmodelle geschätzt wurde.

Solche Leckerbissen bot im Einsteigersegment sonst kein Serienhersteller an – kein Wunder, dass über 90.000 Stück abgesetzt werden konnten. Fiat landete damit wieder einen internationalen Erfolg, die Bananenstauden auf dem Foto illustrieren das perfekt.

Die nächste Metamprphose stand für unseren Fiat-Fan Spiderman dann Anfang der 1930er Jahre an – nunnehr auf Basis des neuen Modellls 508 Balilla:

Fiat 508 „Spider“, ab 1932; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Die Italiener hatten den Typ 508 „Balilla“ äußerlich wie einen kleinen Bruder des Ford Model A gestaltet, doch auf Kleinwagenformat übertragen.

Der 0,9 Liter-Motor war nunmehr klassisch seitengesteuert, er leistete brave 20 PS. Ab Werk waren jedoch auf Wunsch optimierte Aggregate mit über 25 PS erhältlich.

So ein automobiler Wolf im Schafspelz war sicher genau nach dem Geschmack von Spiderman, zumal der leichte „Spider“aufbau dem Vorwärtsdrang entgegenkam.

In Turin blieb man unterdessen nicht untätig und brachte schon 1934 die modernisierte Variante 508A „Nuova Balilla“ heraus.

Das Auto sah nicht nur moderner aus, man hatte dem 0,9 Liter-Motor auch eine Leistungsspritze verpasst: 24 PS waren jetzt Standard. Das neue Vierganggetriebe ergänzte die Charakteristik perfekt.

Kein Wunder, dass Fiat mit über 70.000 Exemplaren abermals enormen Erfolg in genau der Hubraumklasse hatte, in der in Deutschland der „Volkswagen“ nur als Prototyp existierte.

So waren nach dem 2. Weltkrieg von Fiats grundsolidem 508A (auch bezeichnet als 508.4m) noch genügend Exemplare vorhanden, um unserem Spiderman wiederum zu einem standesgemäßen Vehikel zu verhelfen:

Fiat 508A „Spider“, ab 1934; Originalfoto: Sammlung Michael Schlenger

Dieses Exemplar wurde laut der Beschriftung auf der Rückseite des Fotos im Juli 1948 aufgenommen – leider ist das Kennzeichen nicht leserlich, es ist aber ein deutsches.

Gut möglich, dass wir es hier mit einem im einstigen NSU-Werk gebauten Fiat dieses Typs zu tun haben, der als NSU-Fiat 1000 verkauft wurde. Zumindest die „Spider“-Version unterschied sich optisch meines Wissens nicht vom Turiner Produkt.

Mit diesem etwas angejahrten, aber immer noch adretten Fiat fuhr unser Spiderman nun seiner weiteren Karriere in der Nachkriegszeit entgegen.

Diese kann ich mangels historischer Zuständigkeit nicht weiter illustrieren. Es sei nur angemerkt, dass die Bezeichnung Spider bei Fiat weiterlebte und auch sonst in Italien noch gebräuchlich ist für offene Zweisitzer.

Ein Schmankerl für die Freunde von Spiderman im neuzeitlichen Gewand hätte ich aber noch.

Nach Studien originaler Prospekte, wie sie Ferdinand Lanner auf seiner opulenten Website für jedermann einsehbar gemacht, habe ich mir erlaubt, mit etwas KI-Magie unseren Nachkriegs-Spider auch farblich in die Neuzeit zu holen:

Fiat 508A „Spider“, ab 1934; KI-basierte Kolorierung: Michael Schlenger

War doch am Ende gar nicht so schlimm, dieser automobile Ausflug in die Niederungen der Comic-Kultur, oder?

Zu lernen gab es diesmal wenig, aber zu schauen viel. Der Mensch ist ein Augenwesen, war es die längste Zeit seines Daseins auf Erden. Die Schrift ist eine relativ neu, vielleicht vorübergehende Erscheinung.

Was zeitlos ist, ist die Magie der Bilder, vom antiken Fresko über Comics hin zu Instagram

Copyright: Michael Schlenger, 2026. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

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