Bilder von Wanderer-Automobilen und historische Reklame chronologisch geordnet
© Originale aus Sammlung Michael Schlenger (sofern nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe







































































































































Bilder von Wanderer-Automobilen und historische Reklame chronologisch geordnet
© Originale aus Sammlung Michael Schlenger (sofern nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe







































































































































Interessant, wie sich im Lauf der Zeit manche Wahrnehmungen ändern können – was einem einst hochexklusiv vorkam, erscheint irgendwann gar nicht mehr so spektakulär. War ein Porsche einst ein selten anzutreffendes Fabrikat hierzulande (die meisten gingen in den Export), schaut man heute kaum noch hin, wenn man (schon) wieder einen sieht.
Jedenfalls geht das mir so – die Faszination von einst ist weg, vor allem bei den 911ern. Der stilistisch völlig eigenständige 928er Porsche der 1980/90er Jahre mit seinem 5,4 Liter-V8-Motor und 240 PS bei nur 1,5 Tonnen Gewicht ist dagegen immer recht rar geblieben.
Ihn habe ich als Schüler nur am Rande wahrgenommen, wenngleich ich mich bis heute an das atemberaubende V8-Vibrato bei der ersten Live-Begegnung auf dem Schulweg in der großbürgerlichen Bismarckstraße in Friedberg/Hessen erinnere…
Heute ist der 928er – lange Jahre als alter Hut verkannt – für mich viel interessanter als der Elfer – nach ihm drehe ich mich gerne um, wozu leider nur selten Gelegenheit besteht.
Auch mein erstes Rendezvous mit einem Wagen der Marke Mannesmann, um die es heute geht, ist mir noch erinnerlich, und die Fazination stellt sich sofort wieder ein:

Nach diesem spektakulären Einstieg in die nebenher betriebene Autoproduktion der deutschen Maschinenbaufirma Mannesmann vor etlichen Jahren fanden sich immer wieder Beispiele für diese zwar technisch konventionellen aber von 1923 bis etwa 1927 recht erfolgreich gebauten offenen Wagen.
Dabei handelte es sich meist um eher brav wirkende Viersitzer wie dieser hier, sodass mit zunehmender Zahl der auftauchenden Fotos der Eindruck eines alten Huts einstellte:

So ein alter Hut begegnet uns auch heute wieder, doch werden Sie vielleicht verstehen, dass mich bei der Begegnung damit zu einem freudigen „Juhu!“ veranlasst sah.
Diesmal hatte Leser Matthias Schmidt aus Dresden nämlich ein Foto aufgestöbert, das eine reizvolle Variante über das Thema „alter Hut“ darstellt:

Ist das nicht großartig, wie völlig anders dieser Mannesmann daherkommt, obwohl er aus identischer Perspektive abgelichtet ist und den gleichen Typ zeigt?
Der Eindruck eines längeren und sportlicheren Modells ist nur darauf zurückzuführen, dass hier die Windschutzscheibe niedriger ausfällt und das Heck aufgrund der zusätzlichen Tür länger wirkt.
Davon (und vom überdimensionierten Fahrtrichtungsanzeiger beim ersten Exemplar) abgesehen, stimmten diese beiden Mannesmann-Tourenwagen völlig überein.
Sie sehen, so reizvoll kann es sein, wenn einem ein alter Hut begegnet – hier natürlich auch auf die Kopfbedeckung der Beifahrerin bezogen.
Allerdings wie im Fall Porsche 911 sind mir diese Mannesmänner inzwischen beinahe zu zahlreich geworden – ich habe sogar eine eigene Fotogalerie dafür eingerichtet.
Doch der in München zugelassene Mannesmann war einst in exklusiver Gesellschaft unterwegs – mit einem NAG des spektakulären Sporttyps C4b 10/40 PS:

Spätestens bei diesem Gerät, das schon einige Mal Gastauftritte im Blog hatte, ist der Ausruf „Juhu!“ gerechfertigt.
Diese phänomenale Erscheinung hatte es sogar einmal zum Fund des Jahres geschafft, was dem Aufnahmeort bei Terracina südlich von Rom geschuldet war.
Der sportliche NAG wird uns demnächst wiederbegegnen, doch vorher steht erst einmal der Fund des Monats Februar 2026 an.
Schließen möchte ich für heute mit einem ungewöhnlichen Video, weil es vordergründig nichts mit Vorkriegswagen zu tun hat.
Doch tatsächlich hat auch der eingangs erwähnte Porsche 928 eine stilistische Gemeinsamkeit mit Vorkriegswagen (die Scheinwerfer!) und die sehen Sie nach ca. 8 Sekunden in folgendem Ausschnitt, das Jeremy Clarkson aus der britischen Serie „Top Gear“ mit einer sehr persönlichen Story zu dem bis zu 250 km/h schnellen Wagen zeigt:
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