Wanderer

Bilder von Wanderer-Automobilen und historische Reklame chronologisch geordnet

© Originale aus Sammlung Michael Schlenger (sofern nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

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Wanderermobil, Baujahr 1906; Sammelkarte der Verkehrswissenschaftlichen Sammlung Dresden

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Wanderer W3 5/12 PS „Puppchen“, Bauzeit: 1912-14; zeitgenössische Originalreklame

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Wanderer W3 5/12 PS, Reklame von 1913/14

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Wanderer Typ W3-II 5/15 PS, Bauzeit: Frühjahr 1915, aufgenommen 1918; Foto bereitgestellt von Peter Neumann

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Wanderer W3 5/15 PS, Reklame aus dem 1. Weltkrieg

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Wanderer W3/II 5/15 PS, Bauzeit: 1914-1919 (dieser Wagen: ab etwa Mitte 1915)

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Wanderer W6 6/18 PS Tourenwagen von 1923, aufgenommen in den 1930er Jahren

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Wanderer W8 5/15 PS, Baujahr: 1924/25; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch

Wanderer Typ W8 5-15 PS

Wanderer W8, 5/15PS, Baujahr: 1924/25

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Wanderer W8 5/20 PS, Bauzeit: 1925/26

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Wanderer 6/30 PS (Typ: W 10-I), Bauzeit: 1926/27; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

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Wanderer 6/30 PS (Typ W10-I) Tourenwagen, Bauzeit: 1926/27, Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch

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Wanderer 8/40 PS (Typ W10-II), Bauzeit: 1927/28, aufgenommen im August 1928

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Wanderer 8/40 PS (Typ W 10-II), viertürige Limousine, Baujahr: 1927/28

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Wanderer 8/40 PS (Typ W10/II), 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig), Baujahr: 1928

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Wanderer W10/II 10/40 PS, 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig), Baujahr: 1928

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Wanderer W10-III 6/30 PS, Sport-Zweisitzer, Baujahr: 1928

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Wanderer W 10-III, Roadster-Cabriolet, Baujahr: 1928, Aufnahme von 1934

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Wanderer W10-IV, Baujahr: 1930-32

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Wanderer W11 10/50 PS, Baujahr: 1929/30

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Wanderer W11 10/50 PS Limousine, Baujahr: 1929/30; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

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Wanderer W11 10/50 PS Limousine, Baujahr: 1929/30

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Wanderer W11 2-Türen Cabriolet, Bauzeit: 1929/30, aufgenommen 1932 in Bad Harzburg; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch

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Wanderer W11 10/50 PS, Landauline-Aufbau von Kathe; Originalfoto aus Sammlung Martin Möbus

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Wanderer W11 10/50 PS, Cabriolet von Gläser, Baujahr: 1930/31, Aufnahme der 1960er Jahre

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Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr, Baujahr: 1931-37

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Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr/Wehrmacht, Baujahr: 1931-37

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Wanderer W11 12/60 PS Kübelwagen, 1. Ausführung 1935-37, aufgenommen in Frankreich

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Wanderer W11 12/60 PS, Kübelwagen, 2. Ausführung von 1937-41

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Wanderer W15 oder 17, Bauzeit: 1932-33; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch

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Wanderer W15 oder W17, Bauzeit: 1932-33, aufgenommen mit einem Angehörigen des Reichsarbeitsdiensts (RAD)

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Wanderer W21 (7/35 PS) oder W22 (8/40 PS), Reklame von 1934

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Wanderer W21 Limousine, Bauzeit: 1933-35

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Wanderer W21 Limousine, Bauzeit: 1933/34

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Wanderer W22 Limousine, Bauzeit: 1933-34

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Wanderer W22 4-Fenster-Cabriolet von Gläser, Baujahr: 1933; aufgenommen bei Hohwacht

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Wanderer W22, 4-Fenster-Cabriolet von Gläser, Baujahr 1933; Originalphoto aus Sammlung von Marcus Bengsch

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Wanderer W22 Sechsfenster-Limousine, Bauzeit: 1933-34 (dieser Wagen: 1933), aufgenommen an einer DEROP-Tankstelle in Sachsen

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Wanderer W22 Phaeton (Karosserie: Buhne), Baujahr: 1934, aufgenommen im 2. Weltkrieg in Paris

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Wanderer W22 Cabriolet, aufgenommen ab 1939 an der Straße nach Warschau

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Wanderer W 246, 4-Fenster-Cabriolet (Karosserie Gläser), Baujahr: 1935

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Wanderer W240 oder W250 Limousine

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Wanderer W250, 4-Fenster-Cabriolet von Gläser (Dresden), Baujahr: 1935/36

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Wanderer W40 oder 50, Bauzeit: 1936-38, Nachkriegsaufnahme aus Ostdeutschland

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Wanderer W25K, Bauzeit: 1936-38, vermutlich Werksfoto

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Wanderer W 40 oder 50, 2-Fenster-Cabriolet, Baujahr: 1936-38, BDM-Fahrzeug aus dem Obergau 1 (Ostpreußen)

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Wanderer W 40 oder 50, 2-Fenster-Cabriolet, Bauzeit: 1936-38; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch

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Wanderer W 40, 45 oder 50, Bauzeit: 1936-38, Vorkriegsaufnahme

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Wanderer W50 Tourenwagen, Bauzeit: 1936-38, aufgenommen 1938/39 in Wien

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Wanderer W 40, 45 oder 50 Cabriolet, aufgenommen 1941/42 auf dem Balkan

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Wanderer W40 oder W45, 2-Fenster-Cabriolet, aufgenommen an der Ostfront

 

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Wanderer W 26, Bauzeit: 1937-41, aufgenommen im 2. Weltkrieg

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41 (dieser Wagen: vor 01-1939), Aufnahme von 1939

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Wanderer W23 Limousine (Bauzeit: 1937-1941)

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Wanderer W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41, Vor- oder Nachkriegsaufnahme

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Wanderer W24 Limousine, Bauzeit: 1937-40 (dieser Wagen: 06-1938 bis 12-1938)

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Wanderer W24 Limousine, Bauzeit: 1937-40 (dieser Wagen: vor 01-1939), aufgenommen 1939 (nach Kriegsausbruch)

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41 (dieser Wagen: vor 01-1939), Luftwaffenoffizier, Aufnahmedatum unbekannt

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-1940 (dieser Wagen: vor 01-1939), Fahrzeug der Wehrmacht, Aufnahmedatum unbekannt

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Wanderer W23, Bauzeit: 1937-40, aufgenommen in der Nachkriegszeit in der Nähe des Walchensees

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Wanderer W26-II Tourenwagen, Bauzeit: 1939-41

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Wanderer W51 oder 52; Bauzeit: 1936/37 bzw. 1937/38; aufgenommen im Juli 1937 bei  Laboe; Originalfoto aus Besitz einer Fabrikantenfamilie in Seesen (Harz), bereitgestellt via Wolf-Dieter Ternedde

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Wanderer W51 oder 52; Bauzeit: 1936/37 bzw. 1937/38; aufgenommen im Juli 1937 an der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen; Originalfoto aus Besitz einer Fabrikantenfamilie in Seesen (Harz), bereitgestellt via Wolf-Dieter Ternedde

Aktuelle Beiträge

Ein Elsässer in Schlesien: Mathis Typ GM 10CV

Elsass und Schlesien – nicht gerade die naheliegendste Verbindung, auch wenn beide Regionen einst Teil des Deutschen Reichs waren.

Geografisch gesehen liegen rund 900 km dazwischen und in automobilhistorischer Hinsicht gibt es auf den ersten Blick noch weniger Gemeinsamkeiten.

Aber: In der schlesischen Metropole Breslau – um 1900 die fünftgrößte Stadt Deutschlands – wurden eine ganze Weile ausgezeichnete Autos gebaut, und zwar unter dem Markennamen Beckmann (1898-1926).

Zeitgleich mit der Produktion von Beckmann in Breslau lief im elsässischen Niederbronn die erste Autofabrikation in der Region an, auf Initiative der Industriellenfamilie De Dietrich. 

Die legendären Bugatti-Wagen dagegen, an die man bei Automobilen aus dem Elsass wohl am ersten denkt, wurden erst ab 1909 in Molsheim gebaut. Noch jünger ist die dritte bedeutende Automanufaktur aus dem Elsass: Mathis.

Bislang habe ich erst drei Fotos von Mathis-Wagen vorstellen können – hierhier und hier. Heute kommt ein weiteres dazu, das Leser Klaas Dierks beigesteuert hat. Wie so oft, ist seine Aufnahme von besonderer Qualität:

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Mathis Typ GM 10CV; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

Mathis ist ein klassisches Beispiel für eine hierzulande heute praktisch nicht mehr bekannte Marke, die man wohl selten oder nie auf einer „Oldtimer“-Veranstaltung auf der östlichen Seite des Rheins zu sehen bekommt.

Dabei fanden Mathis-Automobile – wie auch die Wagen des belgischen Qualitätsherstellers Metallurgique – bei uns durchaus ihre Liebhaber, auch nachdem das Elsass 1918 wieder an Frankreich gefallen war.

Nimmt man den Mathis auf obigem Foto als Maßstab, ist das gut nachvollziehbar.

Der Tourenwagen profitiert äußerlich von dem aufwendig gestalteten Kühler, der auf wohl einzigartige Weise Elemente klassischer Spitzkühler mit dem ab 1914 kurze Zeit modischen Schnabelkühler vereint:

Mathis_Nieder_Oberschlesien vor 1927_Klaas Dierks_Frontpartie

Die Kühlerpartie verleiht dem Mathis ein unverwechselbares Gesicht. Weitere Details heben ihn unter der Masse der Tourenwagen um die Mitte der 1920er Jahre hervor.

So ist die Unterseite der Windschutzscheibe ohne ersichtlichen praktischen Grund ungewöhnlich stark geschwungen. Der abgerundete obere Abschluss der Frontscheibe trägt ebenfalls zum eigenen Charakter des Mathis bei.

Doch wie ist dieser Wagen zeitlich einzuordnen und um welchen Typ handelt es sich? Das lässt sich recht genau ermitteln, obwohl mir zu Mathis-Wagen der Zwischenkriegszeit keine gedruckte Literatur vorliegt.

Doch das Internet weiß mitunter mehr, als Büchern zu entnehmen ist. So hat Francis Roll eine Website aufgebaut, die die Geschichte der Mathis-Automobile ausbreitet.

Eigentlich wollte er ein Buch über die Elsässer Marke schreiben, hat sich dann aber für eine Online-Lösung entschieden, die wirklich alle Facetten abdeckt.

Wie bei vielen Websites zu untergegangenen französischen Marken muss man allerdings Französisch verstehen – ein Grund mehr, die schöne Sprache unserer Nachbarn wenigstens in den Grundzügen zu erlernen.

Dass sich im heutigen Europa alles in Englisch erledigen und beschaffen lässt, ist schlicht Propaganda von Kulturbanausen. Am deutlichsten wird das vielleicht, wenn man sich für die reichhaltige tschechische Automobilkultur interessiert…

Zurück zum Mathis: Der Wagen lässt sich dank der Website von Francis Roll eindeutig als Typ GM bestimmen, der ab Ende 1924 gebaut wurde. Nachfolgend ein dort entnommenes Foto, das denselben Typ zeigt wie die Aufnahme von Klaas Dierks:

Mathis_GM_Page3-Gm1

Francis Roll liefert auch noch die zugehörigen Informationen zu diesem Typ:

  • Vierzylindermotor mit 1,6 Liter Hubraum, seitengesteuert
  • Steuer-PS: 10CV, effektive Maximalleistung: 25 PS
  • Viergang-Getriebe, mechanisch betätigte Vierradbremsen
  • Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

In der abgebildeten Ausführung wurde der Mathis Typ GM 10 CV von Ende 1924 bis Ende 1927 gebaut.

Danach erhielt der Wagen einen Flachkühler, der ihn praktisch über Nacht seines unverwechselbares Gesichts beraubte. So wurde er bis 1929 weitergefertigt und sollte damit der am längsten gebaute Wagentyp von Mathis bleiben.

Wo aber genau war der schnittige Mathis Tourenwagen abgelichtet worden, den ich heute vorstellen durfte? Das Nummernschild ist leider nur teilweise lesbar – die Kennung „IK“ verweist jedenfalls auf Schlesien.

So unwahrscheinlich es auch ist – erkennt jemand die Silhouette der Stadt bzw. der Bauten im Hintergrund wieder?

Mathis_Nieder_Oberschlesien vor 1927_Klaas Dierks_Seitenpartie

Die Frage mag kühn erscheinen, aber auf dem Sektor „Déjà-vu“ habe ich schon einiges erlebt. Zudem mag es einen weiteren Abzug desselben Fotos geben, der in einem anderen Album die Jahrzehnte überdauert hat, aber eine Ortsangabe aufweist.

So oder so können wir an solchen neu auftauchenden Relikten der Vorkriegszeit mittlerweile ein weit vielschichtigeres Bild der Automobilwelt von gestern zeichnen, als dies den Literaturpionieren der 1970er und 80er Jahre möglich war.

Heute waren wir Zeuge einer ganz unwahrscheinlichen Verbindung zwischen dem Elsass und Schlesien – wo sonst gibt es etwas darüber zu lesen?

© Michael Schlenger, 2019. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

 

 

 

 

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