Wanderer

Bilder von Wanderer-Automobilen und historische Reklame chronologisch geordnet

© Originale aus Sammlung Michael Schlenger (sofern nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

Wanderer_Nr._2_1904_Galerie
Wanderermobil, Baujahr 1906; Sammelkarte der Verkehrswissenschaftlichen Sammlung Dresden
Wanderer_5-12_PS_Reklame_vor Wk1_Galerie
Wanderer W3 5/12 PS „Puppchen“, Bauzeit: 1912-14; zeitgenössische Originalreklame
Wanderer_W3_5-12_PS_Reklame_1913-14_Galerie
Wanderer W3 5/12 PS, Reklame von 1913/14
Wanderer_W3_5-15_PS_Vogesen_Donon-Pass_Reklame_August_1914_Galerie
Wanderer W5 5/15 PS am Donon-Pass in den Vogesen, Reklame von August 1914
Wanderer_W3-II_5-15_PS_1914-1915_Foto_1918_Peter_Neumann_Galerie
Wanderer Typ W3-II 5/15 PS, Bauzeit: Frühjahr 1915, aufgenommen 1918; Foto bereitgestellt von Peter Neumann
Wanderer_W3_5-15_PS_Reklame_Wk1_Galerie
Wanderer W3 5/15 PS, Reklame aus dem 1. Weltkrieg
Wanderer_W3_5-12_PS_Kinder_vor_Wk1_Galerie
Wanderer W3/II 5/15 PS, Bauzeit: 1914-1919 (dieser Wagen: ab etwa Mitte 1915)
Wanderer_W6_6-18_PS
Wanderer W6 6/18 PS Tourenwagen von 1923, aufgenommen in den 1930er Jahren
Wanderer_W8_5-15_PS_ab_1923_Bengsch_Galerie
Wanderer W8 5/15 PS, Baujahr: 1924/25; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Wanderer Typ W8 5-15 PS
Wanderer W8, 5/15PS, Baujahr: 1924/25
wanderer_w8_5-20_ps_baujahr_1925_galerie
Wanderer W8 5/20 PS, Bauzeit: 1925/26
Wanderer_W10-I_6-30_PS_Dierks_Galerie
Wanderer 6/30 PS (Typ: W 10-I), Bauzeit: 1926; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
wanderer_w10-i_tourer_bengsch_galerie
Wanderer 6/30 PS (Typ W10-I) Tourenwagen, Bauzeit: 1927, Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Wanderer_W10_12_08_1928_Galerie
Wanderer 8/40 PS (Typ W10-II), Bauzeit: 1927/28, Zulassung: Landkreis Rendsburg (Schleswig-Holstein) aufgenommen im August 1928
Wanderer_W10_II_Galerie
Wanderer 8/40 PS (Typ W 10-II), viertürige Limousine, Baujahr: 1927/28
Wanderer W10-II 8/40 PS oder W10-III 6/30 PS, Baujahr: 1927/28; Originalfoto aus Sammlung Matthias Schmidt
wanderer_w10_06-1931_galerie
Wanderer 8/40 PS (Typ W10-II), 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig), Baujahr: 1928
wanderer_w10_06-1931_2_galerie
Wanderer W10-II 10/40 PS, 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig), Baujahr: 1928
Wanderer_W10-III_Sport-Zweisitzer_Galerie
Wanderer W10-III 6/30 PS, Sport-Zweisitzer, Baujahr: 1928
Wanderer_W10-III_Roadster-Cabriolet_1934_Galerie
Wanderer W 10-III 6/30 PS, Roadster-Cabriolet, Baujahr: 1928, Aufnahme von 1934
Wander_W10_IV_Ausschnitt
Wanderer W10-IV, Baujahr: 1930-32
Wanderer_W10-IV_RAD-Uniform_Galerie
Wanderer W10-IV, Bauzeit: 1930-32; Zulassung: Landkreis Hirschberg (Schlesien), rechts ein Mitglied des Reichs-Arbeitsdienstes (RAD)
wanderer_w10-iv_bengsch_galerie
Wanderer W10-IV Cabriolet, Bauzeit: 1930-32; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Wanderer_W11_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS, Baujahr: 1929/30
Wanderer_W11_10-50_PS_Dierks_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS Limousine, Baujahr: 1929/30; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Wanderer_W11_10-50_PS_Limousine_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS Limousine, Baujahr: 1929/30
Wanderer_W11_Harzburg_Pfingsten_1932_Sammlung_Bengsch_Galerie
Wanderer W11 2-Türen Cabriolet, Bauzeit: 1929/30, aufgenommen 1932 in Bad Harzburg; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Wanderer_W11_Landauline_Nürburgring_Möbus_Ausschnitt
Wanderer W11 10/50 PS, Landauline-Aufbau von Kathe; Originalfoto aus Sammlung Martin Möbus
Wanderer_W11_10-50_PS_1930-31_Gläser_Cabriolet_Nachkrieg_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS, Cabriolet von Gläser, Baujahr: 1930/31, Aufnahme der 1960er Jahre
Wanderer_W11_12-50_PS_Kübelwagen_Reichswehr_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr, Baujahr: 1931-37
Wanderer_W11_12-50 PS_Kübelwagen_Vorkrieg_Galerie
Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr/Wehrmacht, Baujahr: 1931-37
Wanderer_Kübelwagen_12-60_PS_ Frankreich_Galerie
Wanderer W11 12/60 PS Kübelwagen, 1. Ausführung 1935-37, aufgenommen in Frankreich
Wanderer_W11_12-60_PS_Kübelwagen_Galerie
Wanderer W11 12/60 PS, Kübelwagen, 2. Ausführung von 1937-41
wanderer_w21_und-w22_reklame_galerie
Wanderer W21 (7/35 PS) oder W22 (8/40 PS), Reklame von 1934
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Wanderer W21 Limousine, Bauzeit: 1933-35
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Wanderer W21 Limousine, Bauzeit: 1933/34
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Wanderer W22 Limousine, Bauzeit: 1933-34
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Wanderer W22 4-Fenster-Cabriolet von Gläser, Baujahr: 1933; aufgenommen bei Hohwacht
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Wanderer W22, 4-Fenster-Cabriolet von Gläser, Baujahr 1933; Originalphoto aus Sammlung von Marcus Bengsch
Wanderer_W21-22_Tankstelle_Sachsen_Galerie
Wanderer W22 Sechsfenster-Limousine, Bauzeit: 1933-34 (dieser Wagen: 1933), aufgenommen an einer DEROP-Tankstelle in Sachsen
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Wanderer W22 Phaeton (Karosserie: Buhne), Baujahr: 1934, aufgenommen im 2. Weltkrieg in Paris
Wanderer_W21_oder_22_Ford_oder_GAZ_nach_Warschau_Galerie
Wanderer W22 Cabriolet, aufgenommen ab 1939 an der Straße nach Warschau
Wanderer_W246_Cabrio_Gläser_WH_Galerie
Wanderer W 246, 4-Fenster-Cabriolet (Karosserie Gläser), Baujahr: 1935
Wanderer_W240_oder_250_Hamburg_Galerie
Wanderer W240 oder W250 Limousine
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Wanderer W250, 4-Fenster-Cabriolet von Gläser (Dresden), Baujahr: 1935/36
Wanderer_W40_bis_50_Nachkrieg_Galerie
Wanderer W40 oder 50, Bauzeit: 1936-38, Nachkriegsaufnahme aus Ostdeutschland
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Wanderer W25K, Bauzeit: 1936-38, vermutlich Werksfoto
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Wanderer W 40 oder 50, 2-Fenster-Cabriolet, Baujahr: 1936-38, BDM-Fahrzeug aus dem Obergau 1 (Ostpreußen)
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Wanderer W 40 oder 50, 2-Fenster-Cabriolet, Bauzeit: 1936-38; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
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Wanderer W 40, 45 oder 50, Bauzeit: 1936-38, Vorkriegsaufnahme
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Wanderer W50 Tourenwagen, Bauzeit: 1936-38, aufgenommen 1938/39 in Wien
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Wanderer W 40, 45 oder 50 Cabriolet, aufgenommen 1941/42 auf dem Balkan
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Wanderer W40 oder W45, 2-Fenster-Cabriolet, aufgenommen an der Ostfront
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Wanderer W 26, Bauzeit: 1937-41, aufgenommen im 2. Weltkrieg
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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41 (dieser Wagen: vor 01-1939), Aufnahme von 1939
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Wanderer W23 Limousine (Bauzeit: 1937-1941)
wanderer_w23_oder_24_cabriolet_galerie
Wanderer W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41, Vor- oder Nachkriegsaufnahme
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Wanderer W24 Limousine, Bauzeit: 1937-40 (dieser Wagen: 06-1938 bis 12-1938)
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Wanderer W24 Limousine, Bauzeit: 1937-40 (dieser Wagen: vor 01-1939), aufgenommen 1939 (nach Kriegsausbruch)
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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41 (dieser Wagen: vor 01-1939), Luftwaffenoffizier, Aufnahmedatum unbekannt
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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-1940 (dieser Wagen: vor 01-1939), Fahrzeug der Wehrmacht, Aufnahmedatum unbekannt
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Wanderer W23, Bauzeit: 1937-40, aufgenommen in der Nachkriegszeit in der Nähe des Walchensees
Wanderer_W26-II_Tourenwagen_Wk2_Galerie
Wanderer W26-II Tourenwagen, Bauzeit: 1939-41
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Wanderer W51 oder 52; Bauzeit: 1936/37 bzw. 1937/38; aufgenommen im Juli 1937 bei  Laboe; Originalfoto aus Besitz einer Fabrikantenfamilie in Seesen (Harz), bereitgestellt via Wolf-Dieter Ternedde
Wanderer_W51_oder_52_07-1937_Fähre Glückst.Wischhaf. Gießerei Gerhards_Seesener Fabrikant_via_W-D-Ternedde_Galerie
Wanderer W51 oder 52; Bauzeit: 1936/37 bzw. 1937/38; aufgenommen im Juli 1937 an der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen; Originalfoto aus Besitz einer Fabrikantenfamilie in Seesen (Harz), bereitgestellt via Wolf-Dieter Ternedde
Wanderer_W51_oder_52_Saar_Wk2_Dierks_Galerie
Wanderer W51 oder W52, Bauzeit: 1936/37 bzw. 1937/38, aufgenommen im 2. Weltkrieg; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

Aktuelle Beiträge

Ein Belgier aus Berlin: Metallurgique von 1914

Belgien und Berlin – nicht gerade die naheliegendste Verbindung. Fast sieben Stunden ist man heute mit der Bahn zwischen Bruxelles Central und Berlin Hbf unterwegs.

Kein Wunder, dass die moderne Politikerkaste, die den lästigen Untertan am liebsten in öffentlichen Verkehrsmitteln eingepfercht sieht, auf der Achse Brüssel-Berlin selbst das Flugzeug bevorzugt…

Dabei gab es schon vor über 100 Jahren eine ausgezeichnete Verbindung zwischen den beiden Städten – und zwar in automobiler Hinsicht.

So baute der Berliner Elektrokonzern Bergmann, der damals unter anderem ganz ohne Subventionen Batterieautos in Serie fertigte, ab 1909 in Lizenz Wagen des renommierten belgischen Herstellers Metallurgique.

Zwei Metallurgique-Wagen habe ich bisher anhand historischer Fotos vorgestellt, zuletzt war der Tourenwagen auf folgender Aufnahme an der Reihe (Porträt hier):

Bergmann-Metallurgique um 1912; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Ich hatte diesen adretten Tourer mit dem markentypisch vorn abfallenden Spitzkühler seinerzeit als um 1912 gefertigten Bergmann-Metallurgique identifiziert.

Dafür sprach die Ausführung des Vorderwagens mit fließend an die Motorhaube anschließendem Windlauf – was zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 1913 bei in Belgien gefertigten Metallurgique-Wagen noch nicht üblich gewesen zu sein scheint.

Diese formale Abweichung vom belgischen Original ist keineswegs verwunderlich. Bergmann-Metallurgique bezog nur in der Anfangsphase der Lizenzfertigung Vorprodukte aus Belgien. Ab etwa 1912 baute man die Wagen in Berlin ganz in Eigenregie.

Daher folgte auch der nächste Bergmann-Metallurgique, den ich vorstellen möchte, formal vollkommen den gestalterischen Tendenzen im deutschen Automobilbau. So fand 1914 bei etlichen im Deutschen Reich gefertigten Automobilen ein weiterer Entwicklungsschritt in formaler Hinsicht statt.

Der bis dato von der Motorhaube mehr oder weniger steil aufsteigende und so optisch von dieser separierte Windlauf, verlief nun bei vielen Modellen in einer Ebene mit der Haube. Genau das ist bei dem Bergmann-Metallurgique auf folgendem Foto der Fall:

Bergmann-Metallurgique; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Was verrät aber, dass wir es hier noch mit einem späten Vorkriegsmodell zu tun haben? Schließlich wirken die Insassen nicht unbedingt wie typische Vertreter der 1918 untergegangenen Epoche.

Tatsächlich ist als Aufnahmedatum „Juli 1921“ auf der Rückseite des Abzugs überliefert. Könnte es sich nicht um einen Bergmann-Metallurgique der frühen Nachkriegszeit handeln? Immerhin hatte man den Lizenzvertrag 1920 erneuert (er lief bis 1922).

Nun, dagegen spricht ganz klar das Erscheinungsbild der Frontpartie:

Der Wagen besitzt eindeutig noch gasbetriebene Scheinwerfer, die bei Neuwagen noch während des 1. Weltkriegs von elektrischen Leuchten abgelöst wurden.

Wer die Form der Scheinwerfer für keinen zwingenden Beweis ansieht, sei auf den typischen Gasgenerator auf dem Trittbrett verwiesen. In dieser kompakten Chemiefabrik wurde durch Reaktion von Calciumcarbid und Wasser das Acetylengas erzeugt, das in den Gaslampen verbrannt wurde.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden solche Anlagen nicht mehr an neuen Fahrzeugen montiert, blieben aber an älteren Wagen noch für eine Weile im Einsatz. Genau das scheint hier der Fall gewesen zu sein.

Mit welcher Motorisierung wir es bei diesem Exemplar zu tun haben, lässt sich nur grob eingrenzen. Metallurgique bot seine Wagen ab 1912 in fünf Leistungsklassen an, wobei durchweg Vierzylinder verbaut wurden.

Die Bandbreite reichte von einem kompakten 10CV-Modell mit nur 1,7 Litern Hubraum über die mittleren 12CV- und 16CV-Typen bis hin zu Hubraumriesen der Klassen 26CV und 40CV.

Anhand der Proportionen würde ich hier die ganz großen Modelle ebenso ausschließen wie den Einstiegstyp 10CV. Die genaue Motorisierung lässt sich kaum klären, aber das tut dem Reiz der Aufnahme keinen Abbruch. Dazu tragen wie so oft die Insassen bei:

Drei Generationen einer Familie sehen wir hier. Ganz links und rechts außen haben wir die Großeltern, die modisch am Stil der Vorkriegszeit festgehalten haben.

Am Steuer befindet sich Sohn oder Schwiegersohn, der mit einer beiden jüngeren Damen mit weißer Bluse verheiratet sein dürfte – ich tippe auf die uns freundlich anlächelnde hinter ihm. Einer der beiden Klappsitze zwischen vorderer und hinterer Sitzreihe hat das Töchterchen eingenommen, das etwas schüchtern in die Kamera schaut.

Dieses Mädchen mit der Schleife im Haar mag im Sommer 1921 im Vorschulalter gewesen sein. Es kann sein, dass dieses 2019 von mir erworbene Foto noch aus ihrem Fotoalbum stammt, wenn sie vor kurzem hochbetagt von uns gegangen ist.

Was mögen die Insassen noch alles erlebt und erlitten haben, nachdem diese Aufnahme vor bald 99 Jahren entstand? Und was wurde aus dem schönen Bergmann-Metallurgique, der sich hier noch eindrucksvoll und durchaus gepflegt präsentiert?

Das werden wir nicht mehr erfahren. Solche Fotos sind leider oft alles, was von der automobilen Welt von damals erhalten geblieben ist. Irgendwo mag es noch den einen oder anderen Bergmann-Metallurgique geben – mir ist aber noch keiner begegnet…

© Michael Schlenger, 2020. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

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