Hansa/-Lloyd

Bilder und Reklame von Hansa- und Hansa-Lloyd-Automobilen chronologisch geordnet

© Originalfotos aus Sammlung Michael Schlenger (sofern nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

hansa_ab_1908_galerie
Hansa Typ A 6/12 oder 6/14 PS bzw. A 10/18 PS oder A10/20 PS, 1908 bzw. 1909
Hansa-Reklame_Braunbeck_1910_Galerie
Hansa-Reklame aus Braunbecks Sportlexikon von 1910
Hansa_Typ_A_oderC_ca_1912_Galerie
Hansa Typ A 6/16 PS von ca. 1912
Hansa_Typ_ C_8-24_PS_1913-14_Wk1_1918_Dierks_Galerie
Hansa Typ C 8/20 PS um 1912, Aufnahme aus dem 1. Weltkrieg; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hansa_um_1913_Galerie
Hansa Typ D 10/30 PS, Bauzeit: 1911-14 (dieser Wagen vermutlich: 1912/13)
hansa_phaeton_1913_galerie
Hansa 10/35 PS Sport-Phaeton, aus „Motor“, 1913
Hansa_Typ_D_Kraftfahrbataillon_Berlin_Schöneberg_08-1915_Dierks_Galerie
Hansa Typ D 10/30 PS, Bauzeit: 1911-14 (dieser Wagen vermutlich: 1914)
Hansa_Typ_D_10-30_PS_1911-14_Galeriejpg
Hansa Typ D 10/30 PS, Bauzeit: 1911-14 (dieser Wagen vermutlich: 1914)
Hansa-Lloyd_10-30_PS_1914_1_Galerie
Hansa Typ D 10/30 PS
Hansa-Lloyd_10-30_PS_1914_2_Ausschnitt
Hansa Typ D 10/30 PS
Hansa_Typ_D_10-30_PS_Wk1_Bayern_Dierks_Galerie
Hansa Typ D 10/30 PS, Fahrzeug der königlich-bayrischen Armee; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hansa_Typ_D_10-30_PS_Zweisitzer_Wk1_Dierks_Galerie
Hansa Typ D 10/30 PS Zweisitzer, Baujahr: 1913/14; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hansa_Typ_C_8-24_PS_Galerie
Hansa Typ C 8/24 PS, Bauzeit: 1913-14; aufgenommen nach dem 1. Weltkrieg
Hansa-Lloyd_15-50_PS_1914_Galerie
Hansa-Lloyd 15/50 PS von 1914, aufgenommen im 1. Weltkrieg
Hansa-Lloyd_Reklame_1914_Galerie
Hansa-Lloyd Reklame von 1914
Hansa-Lloyd_Reklame_1915_Galerie
Hansa-Lloyd Reklame von 1915
Hansa-Lloyd_Reklame_1916_Galerie
Hansa-Lloyd Reklame von 1916
Hansa-Lloyd-Reklame_um_1914_Galerie
Hansa-Lloyd-Reklame, ab ca. 1916
Hansa-Lloyd_Reklame_1916_3_Galerie
Hansa-Lloyd Reklame von 1916
Hansa-Lloyd_Spitzkühler_Galerie
Hansa-Lloyd Spitzkühlerversion, ab ca. 1916, aufgenommen nach dem 1. Weltkrieg
Hansa_Typ_P_8-26 PS_Dierks_Galerie
Hansa Typ 8/26 PS, Bauzeit: 1921-24; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
hansa_typ_p_ab1921_galerie
Hansa Typ P 8/36 PS, Bauzeit: 1924-28
Hansa_Typ_P_Limousine_Stoßstange_Galerie
Hansa Typ P 8/36 PS, Bauzeit: 1924-28
Hansa_Typ_A6_13-60_PS_Motorfahrzeuge_Galerie
Hansa Typ A6 13/60 PS, Bauzeit: 1927-28; Abbildung aus „Die Motorfahrzeuge“, P. Wolfram, 1928
Hansa-Lloyd_20-100_PS_Motorfahrzeuge_Galerie
Hansa-Lloyd „Trumpf-Aß“ 20/100 PS, Bauzeit: 1927-28; Abbildung aus: „Die Motorfahrzeuge“ von P. Wolfram, 1928
Hansa_Konsul_Cabriolet_Bengsch_Galerie
Hansa „Konsul“, viersitziges Cabriolet, Baujahr: 1931/32; Originalfoto aus Sammlung Marcus Bengsch
Hansa_1100_1700_Reklame_auf_Pappe_Galerie
Reklame für Hansa 1100 und 1700, Bauzeit: 1934-39
Hansa_1100_Limousine_1_Galerie2
Hansa 1100 Limousine, Bauzeit: 1934-39 (hier: frühes Modell mit spitzem Scheibenrahmen, mittigem Scheibenwischerantrieb und kleinen, flachen Radkappen)
hansa_1100_coupe_galerie
Hansa 1100 Limousine, Bauzeit: 1934-39 (hier: frühes Modell mit spitzem Scheibenrahmen und kleinen, flachen Radkappen)
Hansa_1700_Foto_Schwarzenberg_Sachsen_1_Galerie
Hansa 1700 Cabriolet, Bauzeit: 1934-39 (frühe Version mit unten spitz zulaufendem Scheibenrahmen, mittigem Scheibenwischerantrieb und kleinen, flachen Radkappen); aufgenommen bei Schwarzenberg in Sachsen
Hansa_1700_Wimpel_Galerie
Hansa 1700 Cabriolimousine, Bauzeit: 1934-39 (frühe Version mit unten spitz zulaufendem Scheibenrahmen, mittigem Scheibenwischerantrieb und kleinen, flachen Radkappen);
hansa_1100_innsbruck_ausschnitt
Hansa 1100 Limousine, Bauzeit: 1934-39, Vorkriegsaufnahme aus Innsbruck (hier: mittleres Modell mit spitzem Scheibenrahmen, aber großen profilierten Radkappen)
Hansa 1700 Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1934-41 (hier: mittleres Modell mit spitz zulaufendem Scheibenrahmen, profilierten großen Radkappen); Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks
Hansa_1100_Riesengebirge_Ausschnitt
Hansa 1100, Bauzeit: 1934-39, aufgenommen im Riesengebirge (hier: mittleres Modell mit spitzem Scheibenrahmen, aber großen profilierten Radkappen)
Hansa_1100_Iserlohn_1937_2_Galerie
Hansa 1100, Bauzeit: 1934-39, aufgenommen 1937 in Iserlohn (hier: mittleres Modell mit spitzem Scheibenrahmen, aber großen profilierten Radkappen)
Hansa_1100_1937_Iserlohn_1_Galerie
Hansa 1100, Bauzeit: 1934-39 (hier: mittleres Modell mit spitzem Scheibenrahmen, aber großen profilierten Radkappen), aufgenommen 1937 in Iserlohn
Hansa_1100_Familie_Fachwerk_Galerie
Hansa 1100 Cabriolimousine, Bauzeit: 1934-39 (späte Version mit unten abgerundetem Scheibenrahmen und einfachem Scheibenwischer)
Steyr_430_Bad_Lausick_1950er_Ausschnitt
Hansa 1100 oder 1700, Bauzeit: 1934-1939 (späte Version mit unten abgerundetem Scheibenrahmen und doppeltem Scheibenwischer), Postkarte der 1950er Jahre aus Bad Lausick (Sachsen)
Hansa_1700_Cabriolimousine_Galerie (2)
Hansa 1700 Cabriolimousine, Bauzeit: 1934-39
Hansa 1100 Prospekt mit 2-sitzigem Cabriolet; Original aus Sammlung Christian Hubatsch
Hansa_1700_Galerie
Hansa 1700 Limousine, Bauzeit: 1934-39
Hansa_1100_Nachkrieg_Galerie
Hansa 1100 Cabriolet, Bauzeit: 1934-39 (späte Version mit unten abgerundetem Scheibenrahmen und einfachem Scheibenwischer); Nachkriegsaufnahme aus Bayern
Hansa_1700_Cabriolet_1_Galerie
Hansa 1700 Cabriolet, Bauzeit: 1934-39, Nachkriegsaufnahme
Hansa_1100_1700_Nachkrieg_Galerie
Hansa 1100 oder 1700, Bauzeit: 1934-39; Nachkriegsfoto ab 1948
Hansa_1100_2-Sitzer_Cabrio_1_Galerie
Hansa 1100, 2-sitzige Cabriolimousine (Sonderkarosserie), späte Version mit unten abgerundetem Scheibenrahmen und großen, profilierten Radkappen
Hansa_1100_2-Sitzer_Cabrio_2_Galerie
Hansa 1100, 2-sitzige Cabriolimousine (Sonderkarosserie), späte Version mit unten abgerundetem Scheibenrahmen und großen, profilierten Radkappen
Borgward_2300_WH_03-1940_Galerie
Hansa bzw. Borgward 2000 Limousine, Baujahr: 1938/39, Fahrzeug der Wehrmacht, aufgenommen im März 1940
Hansa_Borgward_2000_05-1947_Schlebusch_Galerie
Hansa bzw. Borgward 2000 Cabriolimousine, Baujahr: 1938/39, aufgenommen im Mai 1947
Hansa_Borgward_2000_Leipzig_1961_Foto Bild_u_Heimat_Kühn_Galerie
Hansa bzw. Borgward 2000 Limousine, Baujahr: 1938/39, Postkarte aus Leipzig von 1961

Aktuelle Beiträge

Sommer vor 85 Jahren: Ein FN 2200G Tourer

Mein heutiger Blog-Eintrag führt uns zurück in den Sommer 1935. Was sich damals in Deutschland politisch abspielte, ist bekannt:

Die Nationalsozialisten saßen zwei Jahre nach der Machtergreifung fest im Sattel – die Idee eines völkisch definierten Kollektivs verbunden mit zentraler Wirtschaftsplanung und staatlicher Kontrolle aller Lebensbereiche fanden bei einem erheblichen Teil der Deutschen Anklang.

Aus heutiger Sicht fällt es leicht, unsere Vorfahren pauschal zu verurteilen. Doch muss sich jeder die Frage gefallen lassen: Wie hätte man selbst sich damals verhalten? Nun, wie das tragische Beispiel vieler Deutscher jüdischer Abkunft zeigte, die die Bedrohung nicht wahrhaben wollten, hätte man wohl gehofft, dass der Spuk bald vorübergehen würde.

Und so ging auch für die meisten nun zu „Volksgenossen“ degradierten deutschen Bürger das Leben erst einmal im Rahmen des Möglichen weiter. Der tägliche Daseinskampf hatte für die meisten eine ganz andere, nämlich überragende Bedeutung.

Und für die dünne Schicht, die es zu materiellem Wohlstand gebracht hatte, stand wohl weiterhin im Vordergrund, diesen zu genießen, wenn es die knappe Freizeit erlaubte.

So wirken auch die Aufnahmen jener Zeit unbeschwert, auf denen Autobesitzer bei einem Fotohalt während einer Ausfahrt zu sehen sind, obwohl bei näherem Hinsehen auch bei diesem Dokument von 1935 das Hakenkreuz stetiger Begleiter war:

FN 2200G, aufgenommen 1935; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Wenngleich es schwerfällt, die bedrückenden politischen Umständen jener Zeit auszublenden, will ich den Blick auf die idyllische Situation und den außergewöhnlichen Wagen lenken, der hier zu sehen ist.

Da steht ein klassischer Tourenwagen der späten 1920er Jahre irgendwo am Rand einer kaum befestigten Allee inmitten einer weiten Ebene, die von sanften Hügeln begrenzt wird.

Das Kennzeichen verrät, dass dieser Wagen im Raum Hannover zugelassen war. Der Aufnahmeort ist leider unbekannt. Nur dass es Sommer gewesen sein muss, als diese schöne Aufnahme entstand, das ist gewiss:

Die junge Dame, die hier in die Ferne schaut, ist braungebrannt – es muss ein Sommer mit reichlich Sonne gewesen sein. Sie hat am Wegesrand Feldblumen gepflückt und hält den Strauß in der Armbeuge – ein Motiv, das an Zeitlosigkeit schwer zu überbieten ist.

Wer bekommt da nicht Lust, den eigenen Klassiker aus der Garage zu holen und eine Tour über Land zu unternehmen, in charmanter Begleitung und mit einem Halt irgendwo im Grünen, wo man vollkommen bei sich ist?

Nur bei der Wahl des Fahrzeugs wird man Kompromisse machen müssen.

Denn genau dieses Auto wird man im heutigen „weltoffenen“ Deutschland kaum antreffen. Dass es dagegen 1935 möglich war, verrät einiges darüber, dass die Dinge nicht ganz so einfach waren, wie sie sich mit 85 Jahren Abstand vom Schreibtisch aus darstellen.

Das Auto war nämlich belgischer Herkunft, was heute völlig überraschend erscheinen mag, aber vor dem 1. Weltkrieg und noch eine Weile danach so ungewöhnlich nicht war.

Tatsächlich war die Welt der Vorkriegsautos in deutschen Landen weitaus vielfältiger, als es die heutige, weitgehend auf Prestigemarken fokussierte „Oldtimerszene“ erkennen lässt (speziell im Westen der Republik).

Belgien – einst einer der international bedeutendsten Industriestandorte – verfügte bis in die 1930er Jahre über eine kolossale Vielfalt an Automobilherstellern, von denen die meisten hierzulande fast völlig unbekannt sind.

Mir eröffnete sich diese Wunderwelt erst nach Erwerb des phänomenalen Werks „Le Grand Livre de l’Automobile Belge“ (Autoren: Kupélian/Sirtaine). Es ist umwerfend, was dort auf fast 300 Seiten in hervorragender Qualität geboten wird.

Dieser meisterhaften Publikation, die man als Standardwerk zur belgischen Automobilbauindustrie ansehen darf, verdanke ich es, dass ich in der Lage war, den eindrucksvollen Tourenwagen auf dem Foto von Sommer 1935 zu identifizieren.

Dabei liefert wie so oft die Kühlerpartie die entscheidenen Hinweise:

Die Kühlerform, die Gestaltung des Deckels des Kühlwassereinfüllstutzens und die 12 bis 13 Luftschlitze finden sich genau so am FN 2200G wieder.

Prosaischer könnte die Bezeichnung eines Automobils dieser Klasse kaum ausfallen. „FN“ steht für den belgischen Waffenhersteller Fabrique Nationale d’Armes de Guerre, der ab 1900 auch Automobile baute.

Das 2,2 Liter Modell FN 2200 wurde 1922 mit Motorisierung 15 CV vorgestellt und nach einigen Weiterentwicklungen Ende 1925 vom Typ 2200G 16CV abgelöst, der bei gleichem Hubraum nunmehr über im Zylinderkopf hängende Ventile verfügte.

Der Wagen – der erste FN mit Linkslenkung nebenbei – erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, was gegen Ende der 1920er Jahre in Europa als ziemlich eindrucksvoll galt, wenn man sich die damaligen Straßen vergegenwärtigt.

Nur 250 Exemplare dieses Typs baute FN bis 1930 – Großserienproduktion fand sich bei den belgischen Herstellern kaum, was erklärt, dass sie heute kaum noch einer kennt.

So bleibt die reizvolle Frage: Wie gelangte der heute vorgestellte FN 2200G einst nach Deutschland – dem Nachbarn, mit dem man bereits 1914 schlechte Erfahrungen gemacht hatte (um es vorsichtig auszudrücken)?

Nun, die einfachste Erklärung dürften persönliche Neigungen gewesen sein.

So wie einige belgische Autohersteller vor dem 1. Weltkrieg deutsche Ingenieure beschäftigten, so könnte jemand in den 1920er Jahren jemand in Deutschland aufgrund persönlicher Beziehungen Gefallen an belgischen Automobilen gefunden haben und eines bis in die 1930er Jahre genutzt haben.

Wie immer in solchen Fällen, wüsste man gern, was aus dem Auto und seinen Besitzern in den nächsten zehn Jahren wurde, die auf diese schöne Aufnahme folgten. Das aber überlasse ich ganz dem „Kopfkino“ der Leser…

© Michael Schlenger, 2020. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

  1. Fund des Monats: Kühn 8/40 PS Cabriolet 5 Kommentare
  2. Nur für Leute mit „Kohle“: Audi 225 Luxus Cabrio Kommentar verfassen
  3. Original & Fälschung: Stoewer S8 „Faux Cabriolet“ Kommentar verfassen
  4. Offene Frage: Hanomag „Rekord“ oder „Sturm“ 6 Kommentare
  5. Endlich wieder ein Austin Seven aus Berlin! Kommentar verfassen
  6. 6 Zylinder, 13 Linden: Ein Adler in Corvey 2 Kommentare
  7. Vor 90 Jahren: Ein Buick „Six“ Sedan in Baden Kommentar verfassen
  8. Keineswegs ein seltener Vogel: NAW „Sperber“ Kommentar verfassen
  9. Ende einer Laufbahn: Phänomen 10-30 PS „Pickup“ Kommentar verfassen