Hanomag

Fotos und Reklame von Hanomag-Personenwagen in chronologischer Reihenfolge

© Originaldokumente aus Sammlung Michael Schlenger, Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Zweisitzer, Ausführung von 1925/26; Zulassung: München, Aufnahme von 1932

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Hanomag-Reklame für das 2/10 Modell „Kommissbrot“; Original aus dem Reichsverkehrsführer des ADAC von 1927

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Zweisitzer, Bauzeit: 1925-28, aufgenommen an einer SHELL-Tankstelle

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“, Cabriolet, Bauzeit: 1925-28, Aufnahme von 1928

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Cabriolet, Bauzeit: 1925-28, Stoßstange nachgerüstet

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Limousine, Bauzeit: 1926-28, Aufnahme um 1930

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“ Limousine, Bauzeit: 1926-28

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Hanomag 2/10 PS „Kommissbrot“, Limousine, Bauzeit: 1926-28, Aufnahme von 1929

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Hanomag 3/16 PS, 2-sitziges Cabriolet, Bauzeit: 1929-31

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Reklame für das Hanomag 3/16 PS Cabriolet, ab 1929

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Hanomag 3/16 PS Cabriolet; Reklame ab 1929

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Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929; Originalfoto aus Sammlung Klaas Dierks

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Hanomag 3/16 PS Cabriolet ab 1929 (mit modifiziertem Markenemblem)

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Hanomag 3/16, 3/18 oder 4/20 PS Limousine, Baujahr: 1930/31, Zulassungsbezirk: Braunschweig

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Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Baujahr: 1930/31

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Hanomag-Reklame für den Typ 3/16 oder 4/20 PS, aus „Motor & Sport“, 1930

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Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31

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Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31, aufgenommen im Rheintal bei Kaub

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Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Bauzeit: 1930-31, aufgenommen im Oktober 1931 am Nürburgring

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Hanomag 3/16 oder 4/20 PS Limousine, Reklame um 1930

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Hanomag 3/17 oder 4/23 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1931-32

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Hanomag 4/20 PS Roadster (Hersteller der Karosserie unbekannt), Baujahr: 1930; Aufnahme aus dem Film „Spiel im Sommerwind“ von 1938; Archivfoto des Niederdeutschen Beobachters, Bildrechte: Terra-Filmkunst GmbH

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Hanomag 4/23 PS Limousine, Ausführung von 1932; Zulassungsbezirk: Mittelfranken

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Hanomag 4/23 PS von 1932; Fahrzeug der Reichspost, Oberpostdirektion Stuttgart

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Hanomag 3/18 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1932-34

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Hanomag 3/18 PS Cabriolimousine, Bauzeit: 1932-34

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Hanomag 3/18 PS Limousine, Bauzeit: 1932-34

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Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34; Aufnahme von September 1933

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Hanomag 3/18 PS Cabrio-Limousine, Bauzeit: 1932-34; Aufnahme von September 1933

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Hanomag 4/23 PS Rolldach-Limousine, Bauzeit: 1932-34

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Hanomag 4/23 PS oder 6/32 PS von 1933/34, aufgenommen in Hannover

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Hanomag Kurier, Baujahr 1938, zeitgenössisches Pressefoto

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Hanomag Garant Cabriolimousine, Bauzeit: 1936-38, Aufnahme aus Coburg

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Hanomag „Garant“, Bauzeit: 1936-38, Aufnahme um 1950

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Hanomag „Rekord“ Limousine, Bauzeit: 1934-36, Vorkriegsaufnahme

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, aufgenommen an Pfingsten 1937

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, aufgenommen 1936 im Spessart

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, Vorkriegsaufnahme mit Wehrmachtssoldat

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, Vorkriegsaufnahme mit Wehrmachtssoldat

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Hanomag „Rekord“ Limousine, Bauzeit: 1934-36; aufgenommen im Dezember 1939

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Hanomag Rekord, 6-Fenster-Limousine, Bauzeit: 1934-36

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Hanomag „Rekord“, 6-Fenster-Limousine, Bauzeit: 1937-38

 

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1937-38, Werksfoto aufgenommen in Hannover

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Hanomag „Rekord“, Karosserie Hebmüller, 2. Hälfte der 1930er Jahre

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Hanomag „Rekord“, Karosserie Hebmüller, 2. Hälfte der 1930er Jahre, im Hintergrund: Schloss Eisenbach (Vogelsberg, Hessen)

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, Zulassung in Berlin, Nachkriegsaufnahme

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Hanomag „Rekord“, Bauzeit: 1934-38, Nachkriegsaufnahme

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Hanomag „Rekord“, aufgenommen um 1960 in der DDR

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Hanomag „Rekord“ Cabriolet, Baujahr: 1937-38, Wehrmachts-Fahrzeug

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Hanomag „Rekord“, Wehrmachts-Fahrzeug, Aufnahme um 1940

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Hanomag „Rekord“ Cabriolet, Aufnahme ab 1943

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Hanomag „Rekord“, Karosserie Voll, späte 1940er Jahre

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Hanomag „Rekord“, Lieferwagenumbau, aufgenommen um 1950

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Hanomag „Rekord“ oder „Kurier“ aufgenommen im Raum Schleswig ab 1948

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Hanomag „Rekord“ Diesel, Baujahr: 1938-40, aufgenommen in Niederösterreich 1948

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Hanomag-Reklame für die Modelle „Kurier“, „Rekord“ und Sturm“ ab 1934

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Zeitgenössische Reklame für den Hanomag „Sturm“, Baujahr 1934-39

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Hanomag „Sturm“,Limousine, Baujahr: 1934-39, Werksfoto

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Hanomag „Sturm“, Bauzeit: 1934-39, Vorkriegsaufnahme aus dem Neckarkreis

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet (Karosserie: Ambi-Budd), Bauzeit: 1934-39; Reklame aus Westermanns Monatsheften

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Hanomag Sturm Limousine, Bauzeit: 1934-39, Aufnahme von 1939

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet (Karosserie: Ambi-Budd), Bauzeit: 1934-39, Nachkriegsaufnahme

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Hanomag „Sturm“ am Golf von Neapel, zeitgenössisches Werbefoto

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet (links) an einer Autobahn-Tankstelle, späte 1930er Jahre

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet (unbekannte Karosseriefirma), aufgenommen im August 1936 an der Ostsee

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet von Hebmüller, Bauzeit: 1938/39

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet von Hebmüller, Bauzeit: 1938/39, Werksfoto aufgenommen in Hannover

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Hanomag „Sturm“ Cabriolet, Bauzeit: 1934-39, Aufnahme aus dem 2. Weltkrieg

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Hanomag „Sturm“, Bauzeit: 1934-39, aufgenommen an der Ostfront

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Originalreklame zum Adler 1,3 Liter von 1939

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Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41

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Hanomag 1,3 Liter, Bauzeit: 1938-41, aufgenommen im 2. Weltkrieg an der Atlantikküste

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Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41

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Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41; Ansichtskarte aus Köln von 1949

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Hanomag 1,3 Liter „Autobahn“, Bauzeit: 1938-41; Aufnahme von 1950

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US-Rarität in Bayern: Ein „Moon Roadster“ von 1927

Was könnte es Spannenderes mit vier Rädern und Motor geben als Vorkriegsautos?

Für die Generation, die sich noch an Wagen der 1920er und 1930er Jahre in der Nachkriegszeit erinnern kann, ist der Fall klar – auch wenn man natürlich manchen Traumwagen der 1950er und 60er Jahre ebenso zu schätzen weiß.

Doch was bringt jemanden des Jahrgangs 1969 – also etwa mich – dazu, sich den wirklich alten Automobilen zu verschreiben, die man nie im Alltag erlebt hat?

Die Antwort findet sich in diesem Blog: die abertausenden (!) Marken der Vorkriegszeit bieten eine schlicht unerschöpfliche Fundgrube für den Liebhaber des Außergewöhnlichen.

Damit muss man sich gar nicht in die Wunderwelt der Rennsportwagen und Manufakturgefährte jener Zeit begeben – auch Serienhersteller bieten Material ohne Ende, das selbst bei gusseisernen Enthusiasten für Überraschung zu sorgen vermag.

Heute zeige ich gleich zwei Beispiele dafür anhand originaler Vorkriegsaufnahmen, die ich merkwürdigerweise gleichzeitig erwerben konnte. Foto Nr. 1 erscheint auf den ersten Blick wenig spektakulär:

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Moon Tourenwagen um 1925; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Diese Aufnahme ließ mich lange rätseln – bis ich mich entsann, beim Durchblättern des „Standard Catalog of American Cars“ von Kimes/Clark von US-Herstellern gelesen hatte, die ihre Wagen mit Kühler nach Vorbild von Rolls-Royce aufwerteten.

Dummerweise umfasst besagte US-Vorkriegsautobibel eine vierstellige Zahl an Marken auf fast 1.600 Seiten – also dauerte es eine Weile, bis ich wieder fündig wurde:

Obiges Foto zeigt einen Tourenwagen der „Moon Motor Car Company“, deren Anfänge sich bis ins Jahr 1905 zurückverfolgen lassen. Die in St. Louis am Mississipi gelegene Fabrik produzierte bis 1930 Automobile, blieb aber stets ein Nischenhersteller.

1924/25, als der Moon auf dem Foto entstand, war die Firma auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs – rund 7.500 Autos entstanden damals pro Jahr. Nach den Maßstäben der amerikanischen Großserienproduzenten entsprach das bloß einer Wochenproduktion

Man glaubt es kaum, dass einer dieser Exoten einst über den Atlantik gelangte – doch der Markt auf dem europäischen Festland konnte von den einheimischen Herstellern nicht annähernd bedient werden.

Das galt nicht nur für Nord- und Osteuropa, wo es kaum eine eigenständige Autoproduktion gab, sondern auch für den deutschsprachigen Raum. Dort fand praktisch jedes Auto aus Übersee einen Käufer. 

Selbst Opel baute nach Einführung der Fließbandproduktion 1924 über alle Typen (inklusive Nutzfahrzeuge) hinweg weit weniger Autos als die unbedeutende „Moon“-Fabrik am Mississipi. Erst 1925 schafften die Rüsselsheimer knapp 15.000 Autos.

Vor diesem Hintergrund ist es gar nicht mehr erstaunlich, dass ich gleich ein zweites Foto miterwerben konnte, das ebenfalls einen Moon zeigt – nun mit eindeutig deutscher Zulassung (beim ersten Foto bin ich nicht sicher) und in besserer Qualität:

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Moon Roadster von 1927; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Markant ist hier das Kühlergehäuse, das wie bei Rolls-Royce die Konturen einer griechisch-römischen Tempelfassade mit Dreiecksgiebel nachzeichnet.

Interessanterweise spiegelt die Motorhaube die Silhouette des Kühlergehäuses nicht, wie das bei italienischen Autos jener Zeit der Fall war, deren Kühler ebenfalls Zitate klassischer Architektur waren (Ansaldo, Fiat, Lancia).

Vielmehr wirkt der Kühler ein wenig wie ein Fremdkörper – man beachte den Höhenversatz zwischen der seitlichen Kühlerkante und der Haube. Das ist übrigens auch bei dem Moon auf der ersten Aufnahme zu erkennen.

Unter der Haube eines Moon befand sich damals meist ein Sechszylindermotor mit rund 50 PS. Es waren aber auch stärkere Aggregate, darunter Achtzylinder, verfügbar.

Die Stoßstange sieht zwar aus wie vom lokalen Dorfschmied gebastelt, findet sich aber ähnlich an vielen anderen US-Wagen jener Zeit:

Moon_roadster_1927_Frontpartie

Originalausstattung waren die gewaltigen annähernd trommelförmigen Scheinwerfer, die vorn und hinten einen vernickelten Ring besaßen.

Typisch für die Moon-Fahrzeuge um die Mitte der 1920er Jahre waren die Stahlscheibenräder mit abnehmbaren Felgen, hier nur ansatzweise zu erkennen.

Die schräggestellte Frontscheibe, das leichte Verdeck und der Türausschnitt deuten darauf hin, dass wir es hier mit einem Moon Roadster von 1927 zu tun haben:

Moon_roadster_1927_Seitenpartie

Selten zu sehen sind die am Frontscheibenrahmen montierten Windabweiser, sie finden sich aber auf anderen Abbildungen des Moon Roadsters von 1927 (z.B. hier).

Die neben dem Wagen posierende Dame schaut vermutlich wegen der gleißenden Sonne ein wenig streng, ist aber wie so oft auf solchen Aufnahmen das entscheidende Element, das für Leben sorgt und das Auto ins rechte Verhältnis setzt.

Das verwegen gemusterte Kleid ist so typisch für die 1920er Jahre, wie man sich das wünscht und die schlanke „Moon“-Mitfahrerin macht darin ausgezeichnete Figur.

Dem Kennzeichen nach stammte sie wie der Wagen aus dem Landkreis Coburg in Oberfranken – eine an landschaftlichen Schönheiten und Kunstschätzen reiche Region, die heute noch ideale Verhältnisse für eine Ausfahrt im Vorkriegsauto bietet.

Nur den Moon Roadster wird man nicht mehr antreffen – was mag aus ihm geworden sein? Schmückt der Kühler vielleicht noch einen Partykeller in der Region oder die Sammlung eines lokalen Vorkriegsfreunds?

Jedenfalls haben wir hier einmal mehr ein wunderbares Beispiel für die unfassbare automobile Vielfalt der Vorkriegszeit hierzulande, der das heutige Spektrum an Klassikern bei Veranstaltungen kaum gerecht wird – schade, eigentlich…

© Michael Schlenger, 2019. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.
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