NAG – Prestigious Automobiles from Berlin

Pictures of NAG and NAG-Protos cars in chronological order

© Original photos from the Michael Schlenger collection

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NAG 6/12 h.p. phaeton, built from 1908 until 1911

NAG_K3_oderK5_Tourenwagen_vor_Wk1_Galerie

NAG K2 6/18 h.p. „Darling“, built from 1911-14, postwar picture

NAG_K3_oder_K5_Ak_nach_Armstedt_Holstein_1913_Galerie

NAG K3 8/22 h.p. or K5 13/35 h.p., built from 1912 until 1914, postcard from 1913

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NAG K5 13/35 h.p., built from 1912 until 1914, photo taken in 1925

NAG_LKW_23-12-1914_Galerie

NAG personnel carrier, wartime photo taken on December 23, 1914

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NAG K5 13/35 h.p., K6 22/50 h.p. or K8 33/75 h.p., built from 1912 until 1914, wartime photo

NAG_C4_Tourenwagen_Galerie

NAG C4 10/30 HP phaeton, built from 1920-24

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NAG C4 10/30 HP phaeton, built from 1920 until 1924, picture taken in Upper Silesia / Poland

NAG_C4_Tourer_Galerie

NAG C4 10/30 HP phaeton, built from 1920-24

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NAG Type C4 10/30 h.p. phaeton, built from 1920 until 1924, with distinctive radiator mascot (gryphon)

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NAG C4 10/30 HP phaeton, built from 1920-24

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NAG C4 10/30 h.p. built from 1920 until 1924, used as a taxi

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NAG C4 10/30 h.p., built from 1920 until 1924, postcard from Berlin (around 1925)

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NAG Type C4 10/30 h.p. phaeton, built from 1920 until 1924

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NAG C4b „Monza“ 10/40 HP or 10/45 HP, built from 1922-24

NAG_C4b_Monza_Galerie

NAG C4b „Monza“, 10/40 or 10/45 HP, built from 1922-24, picture taken after a race

NAG Typ C4

NAG C4m „Monza“ 10/50 HP, built from 1925 until 1926, picture taken ca. 1930

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NAG Type D 10/45 h.p., built from 1924 until 1927

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NAG D4 10/45 HP, built from 1924 until 1927, picture taken in 1929

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NAG D6 12/60 h.p. sedan, built in 1926/27

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NAG Protos 12/60 or 14/70 h.p. sedan, built in 1927/28, photo taken in 1928

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NAG 12/60 or 14/70 h.p., built in 1927/28, personnel carrier of the Prussian police, photo taken c.1930

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NAG-Protos 14/70 h.p. (Type 204), Pullman sedan, built in 1929

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NAG-Protos 14/70 h.p. (Type 204), picture taken in Passau (Bavaria) in 1932

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NAG-Protos 16/80 PS (Type 207), built from 1930 until 1933, picture taken in 1933

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NAG-Protos 16/80 h.p., four-door convertible (Type 207), built from 1930 until 1933, contemporary advertisement

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NAG-Protos 16/80 h.p. „Sport-Cabriolet“ (Type 208), body by Drauz, built from 1930 until 1933, press photo from 1930

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NAG „Voran“ Type 220, built in 1933/34, contemporary advertisement

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NAG „Voran“ Type 220, built in 1933/34, contemporary advertisement

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NAG „Voran“ Type 220, built in 1933/34 (this car: 1934)

Aktuelle Beiträge

Frühjahrsputz nach Männerart: Austro-Daimler 9/25 PS

Dass Männer immer wieder Opfer struktureller Diskriminierung werden, ist bekannt – ihnen werden nicht nur im Berufsleben systematisch niedere bzw. gefährliche Tätigkeiten zugemutet: auf Autobahnbaustellen, bei Müllabfuhr und Feuerwehr, aber auch auf Seenotrettungskreuzern und bei der Katastrophenhilfe.

Aber auch im privaten Bereich mutet man ihnen einiges zu: So werden viele Männer noch heute absichtlich ausgegrenzt, was die Möglichkeit angeht, sich bei Hausarbeiten zu entfalten. In der Not bleibt ihnen oft nur ein Weg, ihrem Putzdrang nachzugeben:

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das gründliche Reinigen und Aufpolieren von Automobilen zu den Tätigkeiten gehört, für die Männer eine angeborene Motivation und Ausdauer besitzen – zugleich überlassen ihnen die Damen hier auffallend gern das Feld.

Die Beschäftigung mit der Pflege des vierrädrigen Familienmitglieds hat etwas Therapeutisches, sofern es sich um ein klassisches Automobil handelt. Wer regelmäßig einigen Quadratmetern Lack und Chrom zu neuem Glanz verhilft, braucht keinen Psychiater.

Einen wunderbaren Beleg dafür, welchen Grad an Hingabe und Versenkung Männer beim Frühjahrsputz erreichen können, wenn der Gegenstand der richtige ist, verdanke ich Leser Matthias Schmidt (Dresden):

Austro-Daimler 25 PS; Originalfoto aus Sammlung Matthias Schmidt (Dresden)

Dieses herrliche Dokument passt nicht nur perfekt zu meiner These, dass auch Männer dem Konzept des Frühjahrsputz viel abgewinnen können – es zeigt zugleich ein Fahrzeug, das ich in dieser Form bislang noch nicht vorstellen konnte.

Dass wir hier eine in Deutschland zugelassene Limousine auf Basis eines Austro-Daimler aus der Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg vor uns haben, ist schnell ausgemacht. Ein Blick auf den Kühler mit dem noch aus Vorkriegszeiten stammenden Dekor genügt:

Eine Frontansicht dieses Emblems findet sich in meinem Blog beispielsweise hier. Doch ist es auf der Aufnahme von Matthias Schmidt nicht an einem der großen Sechszylinderwagen montiert, mit denen Austro-Daimler in den 1920er Jahre Furore machte.

Nein, die kompakten Abmessungen der Motorhaube und das Größenverhältnis zwischen dem Wagen und seinem hingebungsvollen „Pfleger“ verraten, dass wir eines der Vierzylindermodelle der Marke vor uns haben, die noch auf Vorkriegstypen basierten.

Zwei Motorisierungen waren dabei erhältlich – ein 9/25 PS Typ mit 2,3 Litern Hubraum und ein 15/35 PS-Typ mit 3,3 Liter Hubraum. Sie unterschieden sich äußerlich durch den deutlich abweichenden Radstand.

Im vorliegenden Fall dürfte es sich um einen Austro-Daimler 9/25 PS handeln, dessen Radstand nur knapp 2,90 Meter betrug. Das stärkere Modell 15/35 PS verfügte über einen Radstand von gut 3,10 Meter – was mir hier zuviel vorkommt.

Ein Wagen mit fast identischem Aufbau ist in Franz Pinczolits Standardwerk über Austro-Daimler auf S. 128 abgebildet. Die keilförmig ausgeführte Frontscheibe findet sich bei Limousinen aus dem deutschsprachigen Raum nach dem 1. Weltkrieg öfters (bspw. hier).

Von 1920 bis 1922 wurde dieser Vierzylindertyp von Austro-Daimler gefertigt – wieviele Exemplare davon entstanden, ist mir nicht bekannt. „Sie verkauften sich recht gut„, schreibt Werner Oswald (Deutsche Autos 1920-1945, Ausgabe 2001) – er wusste es also auch nicht.

Das Beste an diesem Foto ist aus meiner Sicht aber ohnehin der junge Mann, der hier in die Reinigung der Sitzpolster vertieft ist – mit seiner gepflegten Frisur, der tadellosen Haltung und dem zünftigen Outfit würde er heute noch gute Figur machen – ihm scheint sogar der meist zurecht verpönte Schnauzer zu stehen:

Ich vermute, dass dieser tiefenentspannte Mann vor rund 100 Jahren der Chauffeur des Austro-Daimler war – jedenfalls würde sein Erscheinungsbild dazu passen.

Die militärisch anmutende Optik ergibt sich aus der damals beliebten Kombination aus normalen Halbschuhen und die Unterschenkel umschließenden ledernen Gamaschen – auf den ersten Blick wirkt das wie Reitstiefel, wozu auch die weitgeschnittene Hose passt.

Nun, meine Damen, was würden Sie zu einem adretten Burschen sagen, der sich so ausgezeichnet beim Frühjahrsputz anstellt, während der Gatte auf Dienstreise weilt? – „Kommen Sie doch nachher auf einen Kaffee rein, Felix…“

© Michael Schlenger, 2021. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://vorkriegs-klassiker-rundschau.blog with appropriate and specific direction to the original content.

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