Rennfahrerin der 1920er Jahre: Ernestine Merck

Die Beschäftigung mit historischer Mobilität erschöpft sich keineswegs im Schrauben an alten Fahrzeugen oder dem Bewegen und Pflegen derselben. Intensiv betrieben bringt einen das Hobby immer wieder auf Tuchfühlung mit der Zeitgeschichte. Ob man nun auf einen Ford Taunus auf Volkswagen-Chassis stößt oder einem seltenen Junkers-Flugzeug der 1930er Jahre auf die Spur kommt – der Nachschub an Überraschungen scheint unerschöpflich. Vor einiger Zeit erwarb der Verfasser ein Sammelbild der Vorkriegszeit, … Weiterlesen →

V8-Juwel der 1920er Jahre: Lancia Trikappa

Die italienische Marke Lancia stand jahrzehntelang für technische und gestalterische Leckerbissen – heute muss der ehrwürdige Name unter anderem für US-Massenware herhalten. Es scheint, als wolle der Fiat-Konzern der 1969 übernommenen Marke mit Gewalt ein Ende bereiten. Für in der Wolle gefärbte Lancisti zählen ohnehin nur die Modelle vor der Übernahme durch Fiat, bei denen sich der Ingenieursgeist noch ungestört austoben durfte.  Das war wirtschaftlich nicht immer erfolgreich, doch allemal … Weiterlesen →

Alfa Romeo P3 Tipo B „Don Lee“ von 1934

Es gibt heutzutage nur wenige Gelegenheiten, originale Grand-Prix-Wagen der 1930er Jahre außerhalb von Museen zu Gesicht zu bekommen. Zwar werden „Silberpfeile“ von Mercedes und Auto Union aus der Vorkriegszeit bisweilen auf historischen Rennsportveranstaltungen spazierengefahren. Doch oft genug handelt es sich um Nachbauten oder die Fahrzeuge sind äußerlich in einen überperfekten Zustand versetzt worden. Auch die meisten überlebenden Alfa Romeo-Rennwagen jener Zeit sind irgendwann während ihres langen Lebens mehr oder weniger … Weiterlesen →

Avions Voisin C14 – restauriert oder mit Patina?

Die Automobile des französischen Luftfahrtpioniers Gabriel Voisin (1880-1973) zählen zu den faszinierendsten ihrer Art aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Nach 1918 trug die Firma den Hinweis auf ihre Herkunft aus dem Flugzeugbau nur noch im Namen: „Avions Voisin“ konzentrierte sich fortan auf die Entwicklung hochwertiger Automobile. Gabriel Voisin war einer der letzten Erfinder-Unternehmer jener Zeit, der mit extravaganten Konstruktionen erstaunlich erfolgreich war. Zu seinen Leidenschaften zählten Leichtbau und … Weiterlesen →

Ein Ford Buckeltaunus mit Heckmotor

Zu den schönen Seiten der Oldtimerei gehört, dass man immer wieder neue Entdeckungen macht. Das klingt merkwürdig bei einem historischen Gegenstand, der sich nicht mehr vermehren kann – doch die heute unvorstellbare Marken- und Typenvielfalt der Vergangenheit macht es möglich. Dieser Tage stieß der Verfasser auf ein altes Foto, das auf den ersten Blick einen frühen Ford Taunus aus den 1930er bis 50er Jahren zeigt. © Originalfoto Ford Buckeltaunus; Sammlung: … Weiterlesen →

Ein rarer Jowett Jupiter beim Goodwood Revival

Man kann es nicht oft genug sagen: Das jährliche Goodwood Revival Meeting in Südengland ist eine Fundgrube für Freunde echter automobiler Raritäten. Während gerne Mondpreise für Massenfabrikate aus Zuffenhausen oder für unrettbaren Schrott aus „Scheunenfunden“ aufgerufen und bezahlt werden, sind in England abseits des Mainstreams immer noch unglaubliche Entdeckungen zu machen. Gemeint sind Autos, die nur in geringer Stückzahl gebaut wurden, funktionsfähig sind, aber nie „richtig restauriert“ worden sind und … Weiterlesen →

Ford Buckeltaunus: einst populär, heute selten

Wenn man in der Wetterau wohnt, gibt es kaum einen Ort, von dem aus man den Taunus nicht sehen kann. Eindrucksvoll grenzt das Mittelgebirge unsere Region nach Westen ab und beschert uns nebenbei ein angenehmes Mikroklima. Weit schwerer ist es, heute noch einen Ford Taunus zu Gesicht zu bekommen. Speziell die frühen Modelle mit der markanten Hecklinie („Buckeltaunus“) scheinen fast ausgestorben zu sein. Kürzlich ist der Verfasser auf dieses zeitgenössische … Weiterlesen →

„The Race of Gentlemen“: Klassische Hotrods in Aktion

Mit Hotrods tun sich manche Klassikerfreunde schwer. Zu extrem finden sie viele Umbauten, zu „rattig“ den Zustand der Fahrzeuge, zu „schräg“ oft auch die Besitzer. Dabei gibt in der Hotrod-Szene ganz unterschiedliche Kulturen, die einen jeweils eigenen Stil pflegen. Da gibt es die klassischen Umbauten auf Basis des Ford T und A, am besten mit einem V8-Motor und „gestrippter“ Karosserie – gern in Schrottplatz-Optik. Nachfolgend ein Extrembeispiel auf Model-T-Basis: © … Weiterlesen →

Damenteam beim 24 Std.- Rennen mit Vorkriegs-Bentley

Fahrer von Vorkriegs-Bentleys sind bekannt dafür, dass sie weder ihre Wagen noch sich selbst schonen – speziell, wenn sie aus England kommen. Immerhin geht es darum geht, die Tradition der Bentley-Boys aufrechtzuerhalten, die auch abseits der Rennstrecke einen rasanten Lebensstil pflegten. Für Besucher der Classic Days auf Schloss Dyck  gehört es zu den schon traditionellen Höhepunkten der Veranstaltung, wenn jährlich die Bentleys des Londoner Benjafield’s Racing Club einfallen. Ehrensache, dass … Weiterlesen →

Maybach-Motoren für die Zeppelin-Luftschiffe

Unter den in den 1930er Jahren in Deutschland gefertigten Automobilen war der rund 200mal gebaute Maybach Zeppelin eine Klasse für sich. Kein anderer Hersteller im Deutschen Reich bot einen solchen Luxuswagen mit 12-Zylinder-Motor an, der den Gegenwert eines Einfamilienhauses kostete. Der Wagen war so kolossal geraten, dass der zunächst verbaute 7-Liter-Motor (150 PS) überfordert war. Nach einem Jahr Bauzeit wurde er daher durch ein 8-Liter-Aggregat mit 200 PS ersetzt. © … Weiterlesen →

Luftschiff Graf Zeppelin über der Wetterau

Es gibt nur wenige Gebilde von Menschenhand, die schiere Größe, technische Raffinesse und Eleganz vereinen. Neben den Ozeandampfern von einst gehören die majestätischen Zeppelin-Luftschiffe der 1920er und 30er Jahre dazu. Besondere Popularität genoss die zum Großteil aus Spenden der deutschen Bevölkerung 1928 fertiggestellte Graf Zeppelin (LZ-127). Gleichwohl stellte eine Fahrt in dem 237 Meter langen Luftschiff einen für die allermeisten unerreichbaren Luxus dar. Der Komfort der 25 Passagiere an Bord sucht … Weiterlesen →

Buchtipp: Die Taube von Igo Etrich

Die Geschichte des Automobils ist mit der des Flugzeugs eng verknüpft. Ob leistungsfähige Motoren, Leichtbau oder Aerodynamik – die Fliegerei hat die erdgebundene Mobilität immer wieder befruchtet. Die britische Autofirma Bristol verdankt sogar ihre Existenz dem Flugzeugbau. Da wundert es kaum, dass viele Konstrukteure Wanderer zwischen Himmel und Erde waren – man denke nur an Gabriel Voisin in Frankreich, John Tjaarda in den USA und Malcolm Sayer in England. Wenig … Weiterlesen →

Bugattis & Co. auf Malta: Valetta Grand Prix

Auf der Insel Malta südlich von Sizilien sind die Zeugen von 6000 Jahren europäischen Geschichte in einer Weise verdichtet wie sonst kaum irgendwo auf so engem Raum. Von den Zeugen früher Hochkultur in der Jungsteinzeit über die Befestigungen aus der spanischen Epoche und der Blütezeit des Malteserordens bis hin zum englischen Flottenstützpunkt im 2. Weltkrieg – hier ist die Historie allgegenwärtig. Vor dieser grandiosen Kulisse hat sich in den letzten … Weiterlesen →

Archivaufnahmen vom Grand Prix in Livorno 1937

Von den meisten Rennen der Grand Prix-Saison 1937 sind hochwertige Filmaufnahmen erhalten. Dies gilt für die Rennen in Tripolis, auf der Berliner AVUS, am Nürburgring und in Donington Park in England. Zum letzten Mal kamen damals die über 500 PS starken Rennwagen der 750kg-Formel zum Einsatz. Die Kämpfe zwischen Mercedes-Benz, Auto Union und Alfa Romeo und zugleich zwischen den deutschen, englischen und italienischen Fahrern sorgten beim Publikum für ungeheure Begeisterung. … Weiterlesen →

Tatra 77: Wegbereiter der Stromlinie im Serienbau

Anfang der 1930er Jahre lag die Senkung des Luftwiderstands durch Stromlinienkarosserien im Automobilbau in der Luft. Einen wenig bekannten Versuch hatte bereits 1928 die britische Firma Streamlined Cars Ltd. mit dem Burney Streamline unternommen. Mit aerodynamischer Form und Heckmotor nahm er das später von Tatra und Volkswagen umgesetzte Konzept vorweg. Es kam allerdings zu keiner Serienfertigung. Ähnliches gilt für den Entwurf von John Tjaarda von 1931. Erst der tschechischen Firma … Weiterlesen →

Prescott Hill Climb – Bergrennen einst und jetzt

In England ist die Tradition des Bergrennens stets lebendig geblieben. Zwar gibt es in Deutschland ebenfalls Prüfungen auf anspruchsvollen Bergstrecken, wo einzelne Fahrer durchaus rasant unterwegs sind, ein Beispiel ist das Ransel-Classics-Bergrennen im Rheingau. Doch hierzulande wird bei solchen Aktionen offiziell meist das „gleichmäßige“ Fahren gegenüber dem „Rasen“ betont – merkwürdig bei einer Nation, die einen Gutteil ihres Stolzes aus der Produktion von Sportwagen bezieht. Ganz anders bis heute die … Weiterlesen →

Automuseum Melle: Eine Sammlung in Bewegung

Eine der reizvollsten Sammlungen historischer Fahrzeuge hierzulande ist sicherlich das Automuseum in Melle in der Nähe von Osnabrück. Ursprünglich in Ibbenbüren angesiedelt befindet sich die Sammlung heute in einem Fabrikgebäude aus der Gründerzeit in der Nähe des Bahnhofs Melle. Faktisch sind die über 200 gezeigten Automobile Leihgaben von Enthusiasten aus der Umgebung. Das hat den Charme, dass viele Fahrzeuge auch benutzt werden und so ständig Bewegung in der Ausstellung ist. … Weiterlesen →

Museums-Tipp: PS-Speicher in Einbeck

Oldtimer-Museen gibt es mehr als genug hierzulande, möchte man meinen. Die großen Autohersteller haben sich die Präsentation ihrer Geschichte jedenfalls einiges kosten lassen. Leider wurde dabei oft viel Geld für austauschbare moderne Architektur ausgegeben, während ein den historischen Fahrzeugen angemessenes Ambiente zu kurz kam. Dass es anders geht, zeigt der PS-Speicher im Fachwerkstädtchen Einbeck bei Kassel. Seit 2014 ist dort in perfekt passender Umgebung die Sammlung des Unternehmers Karl-Heinz Rehkopf … Weiterlesen →

Adler-Werbung aus Frankfurt 1935-1937

Dass Frankfurt am Main einmal ein wichtiger Industriestandort war, an dem sogar Automobile (Adler, Detra nach Tatra-Lizenz) und Karosserien (Dörr & Schreck, Kruck) gebaut wurden, ahnt der heutige Besucher der Stadt kaum. Auch die großartige Museumsmeile entlang des Sachsenhäuser Ufers übergeht diesen Aspekt der Stadtgeschichte völlig. Dabei war das Renommee von Goethes Geburtsstadt einst auch eng mit Firmen von Rang wie dem Automobilhersteller Adler verbunden. So ist es kein Zufall, … Weiterlesen →

Auflösung der Sammlung Frederiksen

Am 26. September 2015 versteigert das Auktionshaus Bonhams die gesamte Fahrzeugsammlung des dänischen Enthusiasten Henrik Frederiksen. Unter den Hammer kommen 48 Wagen vorwiegend der 1920er/30er Jahre, darunter zwölf Rolls-Royce der Typen Silver Ghost und Phantom, diverse Hispano-Suiza, Isotta-Fraschini, Mercedes-Benz und ein Maybach V-12 „Zeppelin„. Stark vertreten sind daneben einstige US-Luxusmarken wie Cadillac, Duesenberg, Lincoln, Packard, Pierce-Arrow und Stutz. Ein Überblick über alle Fahrzeuge findet sich im aufwendigen Katalog von Bonhams … Weiterlesen →