Stattliche Erscheinung(en): Dixi Chauffeur-Limousine

Mein heutiger Blog-Eintrag fällt in zweierlei Hinsicht aus dem Rahmen: Zum einen befasst er sich mit einem Fahrzeug von außergewöhnlichen Dimensionen, zum anderen sehe ich mich außerstande, den Typ genau zu benennen, obwohl der Hersteller kein Unbekannter war. Wie an der Kühlerfigur – einem galoppierenden Kentauren – zu erkennen ist, zeichnete für die folgende stattliche Erscheinung die Fahrzeugfabrik Eisenach verantwortlich, die von 1904 bis zur Übernahme durch BMW Autos unter … Weiterlesen

Fund des Monats: Ein „Ehrhardt“ Tourer von 1921/22

In meinem Blog ist immer „Tag der offenen Tür“ – und so bekomme ich fast täglich ich Zuschriften, Kommentare und Fotos zum Thema Vorkriegsautos mit Schwerpunkt auf deutschen Fabrikaten. Heute fand ich im Briefkasten sogar einen USB-Stick eines mir bislang unbekannten Schweizer Lesers mit aufregendem Inhalt. Dieser muss freilich noch etwas warten wie so manches andere Material ebenfalls, das sich bei mir staut – es scheint hierzulande sonst kaum noch … Weiterlesen

Klassische Eleganz: Ein Ford „Rheinland“ Cabriolet

Klassische Eleganz – sicher nicht das Erste, was man mit dem Ford-Produktionsstandort Köln in Verbindung bringt. Vom gotischen Dom abgesehen wurde die Stadt im 2. Weltkrieg schwer verheert, den Rest erledigten anschließend die „modernen“ Stadtentwickler, denen wie in Frankfurt/Main schon in den 1930er Jahren die alte Bausubstanz ein Dorn im Auge gewesen war. Heimlich mag mancher Karrierist hierzulande der Royal Air Force für ihre gründliche Ausführung der „Area Bombing Directive“ … Weiterlesen

Ob Opel oder Dürkopp – ein Toureraufbau von Kellner!

Heute gibt es ein Kontrastprogramm in meinem Blog – und das in mancher Hinsicht. Natürlich lege ich stets auf maximalen Kontrast Wert, was die Präsentation verblichener Vorkriegsaufnahmen angeht – in vielen Fällen wollen Sie gar nicht wissen, in welchem Zustand sich die Originalabzüge befanden, die ich hier präsentiere. Aber Kontrast ist auch vonnöten, was die aus meiner Sicht oft arg simpel bis unbeholfen gezeichneten Karosserien angeht, die speziell deutsche Hersteller … Weiterlesen

Strahlende Schönheit: Wanderer W10-III Zweisitzer

Nun hat auch kalendarisch der Sommer 2022 begonnen, nachdem es bereits seit längerem herrlich warm und sonnig ist in unseren Gefilden. Vorerst vorbei scheinen die Zeiten, in denen „die Wissenschaft“ eine neue Eiszeit für möglich hielt – und ein gewisser Rudi Carell den Schlager „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ zum Besten gab. Beinahe schade, denn die 1970er Jahre waren zumindest im Westen unseres Landes eine liberale und lebensfrohe Zeit, … Weiterlesen

Einer wie sonst keiner: Horch 350 Cabriolet

Was kann an einem Cabriolet des hervorragend dokumentierten Achtzylindertyps 350 der sächsischen Luxusschmiede Horch schon einzigartig sein? Von den fast 3.000 Exemplaren des Modells, die zwischen Ende 1928 und Sommer 1932 entstanden, gab es natürlich eine Reihe offener Versionen, vor allem die Ausführung als Sedan-Cabriolet findet sich öfters. Hier haben wir ein Exemplar, das ich früher schon einmal vorgestellt habe: Das ist ein ziemlicher Brocken und ich tue mich schwer … Weiterlesen

Zurück in der Zukunft: Gräf & Stift SR4 Spezial

Wer mit der Filmwelt der 1980er Jahre erwachsen wurde, wird über den Titel des heutigen Blog-Eintrags stolpern: Hieß der Kassenschlager anno 1985 nicht „Zurück in die Zukunft“? Gewiss, aber an der Geschichte, die ich heute erzählen darf, ist so ziemlich alles anders, weshalb ich dafür das eigenwillige Motto „Zurück in der Zukunft“ gewählt habe. Natürlich spielt ein spektakuläres Automobil darin die die Hauptrolle und einige bemerkenswerte Charaktere tauchen darin auf … Weiterlesen

Im Drachen ist noch Leben: Fafnir Sport Phaeton

Wagner-Freunde kennen ihn aus der „Der Ring des Nibelungen“, Vorkriegsauto-Enthusiasten – vielleicht – aus meinem Blog. Die Rede ist von Fafnir, dem Drachen aus der nordischen Sagenwelt bzw. dem gleichnamigen Autobauer aus Aachen. Um das Überleben des Fafnir in Wagners Werk muss man sich nicht sorgen – die Meisterwerke europäischer Musikgeschichte werden im Zweifelsfall in Fernost weiterhin geschätzt werden, wenn im Abendland dereinst die Lichter ausgehen. Was die automobile Fafnir-Tradition … Weiterlesen

Notlösung mit Charme: Wanderer W10-IV Gläser-Cabrio

Die besten Lösungen eines Problems entstehen oftmals unter Druck – in der Wirtschaft ist es die Peitsche des Wettbewerbs oder eine abrupte Änderung des Marktumfelds, die unkonventionellen Ideen den Weg bereitet – dann zeigt sich, wer wirklich unternehmerisch denkt und wer sich bloß selbst verwaltet. Für die gnadenlose Auslese, die dann stattfindet, hat der österreichische Ökonom Josef Schumpeter den Begriff der schöpferischen Zerstörung geprägt. Sie ist für die davon betroffenen … Weiterlesen

Einst eine Rakete in seiner Klasse: Apollo 4 PS Sport

Beim Stichwort Apollo denken Schöngeister zuerst an den altgriechischen Gott der Künste – speziell der Musik und der Dichtung. Doch auch der Frühling fällt in Apollons Zuständigkeit, vielleicht weil dieser unsere Seelen mit Harmonie erfüllt, wenn wir uns darauf einlassen. Wer sich eher in der Welt der Technik zuhause fühlt, mag dagegen an die Apollo-Mondmissionen denken – und die bis heute ehrfurchtgebietende Saturn V-Rakete, welche diese erst ermöglichte. Heute bringe … Weiterlesen

Auf der Suche nach sich selbst: BMW 3/20 PS Tourer

„Erkenne Dich selbst“, so stand einst auf dem antiken Apollon-Tempel im griechischen Delphi. So zeitlos die Forderung auch ist, so weit weg geht es heute von der Welt der alten Griechen. Nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in ästhetischer. Denn es fällt zumindest mir äußerst schwer, den Gegenstand dieses Blog-Eintrags in irgendeiner Weise mit klassischer Schönheit in Verbindung zu bringen. Das liegt daran, dass einst jemand noch auf der … Weiterlesen

Endlich Neues von Gläser! Steyr Typ XII Cabriolet

So unglaublich es klingt, aber nach viel zu langer Pause gibt es endlich wieder etwas Neues von Gläser – der legendären Karosserieschmiede aus Dresden! Sicher – „Gläser“ als Firma ist längst Geschichte: 1948 wurde sie auf Anordnung der Sowjetischen Besatzungsmacht enteignet und 1951 verschwand auch der Name selbst. Doch ist Gläser immer noch für erfreuliche Neuigkeiten gut. Die eine verdanke ich Leser Matthias Schmidt in Form eines Fotos, das speziell … Weiterlesen

Ein Kandidat mit guten Aussichten: Hanomag 3/17 PS

Der Titel meines heutigen Blog-Eintrags lässt bereits ahnen, dass ich mir meiner Sache dieses Mal nicht so sicher bin, wie das sonst (meist) der Fall ist. Ein „Kandidat“ ist zunächst einmal nicht mehr als ein Anwärter auf eine bestimmte Position, der für diese von seinem Profil her prinzipiell in Frage kommt. Selbst wenn man ihm zusätzlich „gute Aussichten“ auf Erfolg zubilligt, ist das noch vage genug formuliert, um sich später … Weiterlesen

Der geheimnisvolle Chevalier: Ein Clément-Bayard

Es ist immer wieder erstaunlich, was einem bei der Beschäftigung mit Vorkriegsautomobilen auf alten Fotos begegnet – und was man nebenher aus noch viel älterer Zeit erfährt. So lernte ich bei der Recherche zu dem Wagen, den ich heute vorstellen möchte, den sprichwörtlichen „Ritter ohne Furcht und Tadel“ kennen. Nein, damit ist nicht die Romanfigur „Don Quichotte“ gemeint, mit dem man dieses Attribut gewöhnlich verbindet. Miguel Cervantes machte damit bloß … Weiterlesen

Ein Stück Familiengeschichte: Hanomag „Rekord“ Cabriolet

Anfang des Jahres erreichte mich eine Nachricht, die mir Anlass gab, mich mit Familiengeschichte in zweifacher Hinsicht auseinanderzusetzen. Das Leitmotiv dabei ist die Erkenntnis, dass man über manche Altvordere gerne mehr wüsste, als das wenige, was an Fakten und Dokumenten überliefert ist – vermutlich hat jeder solche spannenden Fälle in der eigenen Familiengeschichte. So verhält es sich auch mit Dr. Friedrich Radant, geboren 1890 in Greifswald, den wir heute kennenlernen … Weiterlesen

Der diskrete Charme der Limousine: Presto D 9/30 PS

Vielleicht kennen Sie den Film „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ von Luis Buñuel. Der 1972 gedrehte Streifen gilt manchen als Meisterwerk des Surrealismus, gern wird er auch als Gesellschaftssatire bezeichnet. Mag alles sein. Ich selbst kann mit cineastischer Kritik an den bürgerlichen Verhältnissen wenig anfangen, gehören doch arrivierte „Kunstschaffende“ in der Regel selbst zu den oberen Zehntausend und kennen in den seltensten Fällen die Lebensverhältnisse der arbeitenden Bevölkerung aus eigener … Weiterlesen

Das ist ja ein dicker Hund! Ein 1931er Auburn

Sollte mir zu Vorkriegsautomobilen einmal nichts mehr einfallen – was angesichts der stetig wachsenden Menge an Material in diesem Leben nicht mehr passieren dürfte – dann schreibe ich einen Blog über Hunde auf alten Fotos. Ich bevorzuge zwar bei Vierbeinern die Gesellschaft von Katzen, und ein Exemplar davon liegt öfters unter der wärmenden Schreibtischlampe, während ich mich zu nächtlicher Stunde anschicke, Autofotos etwas Philosophisches abzugewinnen. Doch Hunde haben es mir … Weiterlesen

Nicht so leicht zu finden: Horch 8 Typ 350 Tourer

Wer sich ein wenig mit den ab 1927 gebauten frühen 8-Zylindertypen von Horch auskennt, wird dem 1928 auf 80 PS erstarkten Modell 350 keine besondere Seltenheit zubilligen. Mehr als 2.800 Exemplare entstanden davon – nur vom Typ 830 aus den 1930er Jahren baute die sächsische Premiummarke mehr Fahrzeuge. Wenn ich mich heute dennoch auf die Suche nach einer raren Ausführung davon begebe – dem Tourer – dann mutet das merkwürdig … Weiterlesen

Facelift kurz vor dem Krieg: Fiat 1100 „Musone“

Heute beschäftige ich mich nach langer Zeit wieder einmal mit einem Wagen der Vorkriegszeit, zu dem ich eine besondere Beziehung habe – dem Fiat 1100, der 1937 eingeführt wurde. Der modern gezeichnete Wagen der unteren Mittelklasse wurde ab 1938 auch im alten NSU-Werk in Heilbronn gebaut und entsprechend als „NSU-Fiat“ verkauft. Das Auto mit seinem anfänglich 32 PS leistenden Vierzylinder war wie in Italien ein großer Erfolg und man findet … Weiterlesen

Im Zeppelin auf Italienfahrt: Maybach Typ DS7

Heute erlaube ich mir mitten im Winter eine an Exklusivität kaum zu überbietende Reise ins sonnige Italien – und zwar im Zeppelin! Vor 90 Jahren gab es keine majestätischere Form der Fortbewegung als mit dem 1928 fertiggestellten Luftschiff LZ127 „Graf Zeppelin“. Finanziert wurde das 236 Meter lange Wunderwerk mittels privater Spenden aus ganz Deutschland sowie einer großzügigen Spritze aus dem Staatshaushalt. Der gigantische Aufwand auf Kosten von Otto Normalverbraucher diente … Weiterlesen